Alpitronic bringt neue Mega-Ladestation für E-Autos: Der HYC1000 HP Dispenser liefert bis zu 1 MW

Bozen – Elektroautos werden immer beliebter, insbesondere Modelle mit innovativer Batterietechnik und großer Reichweite. Damit diese Fahrzeuge unterwegs möglichst wenig Zeit an der Ladesäule verlieren, muss die Ladeinfrastruktur Schritt halten. Der neue High Performance Dispenser von Alpitronic setzt dafür Maßstäbe – mit einer Leistung, die selbst sportliche Erwartungen übertrifft.

heute 12:27 Uhr | 2 mal gelesen

Mit dem HP Dispenser erweitert Alpitronic sein Megawatt-Ladesystem HYC1000, um auf die rasante Entwicklung bei leistungsstarken Elektrofahrzeugen zu reagieren. Der neue Dispenser ist speziell darauf ausgelegt, ultraschnelles Gleichstrom-Laden via CCS2-Stecker zu ermöglichen. Dank ausgeklügelter Flüssigkeitskühlung sind Ströme von über 1.000 Ampere und bis zu 1.000 Kilowatt Leistung realisierbar – Werte, die bislang nach Science-Fiction klangen.

Maximale Flexibilität für Betreiber

Eine der Besonderheiten des HYC1000-Systems ist seine modulare Plattform: Der HP Dispenser kann im Spannungsbereich von 150 bis 1.000 Volt betrieben werden. In einem sogenannten Power Cabinet stehen acht Ausgänge zur Verfügung, wobei jeder HP Dispenser zwei davon nutzt – dadurch können pro Cabinet bis zu vier dieser Hochleistungs-Ladepunkte eingerichtet werden. Auch Mix-Konfigurationen sind möglich: Betreiber könnten beispielsweise reguläre EV-Dispenser und HP-Dispenser kombinieren und so mehrere Ladebedürfnisse abdecken – vom flotten Stadt-Pkw bis hin zum anspruchsvollen Langstreckenmodell.

Laden wie ein Boxenstopp

Im Optimalfall tankt eine Hochvolt-Batterie – wenn das Fahrzeug es hergibt – innerhalb von weniger als zehn Minuten von 10 auf 80 Prozent auf. Gerade für lange Fahrten auf Autobahnen ist das ein echter Fortschritt und bringt den Ladevorgang näher an das klassische Auftanken von Verbrennern. Alpitronic-CEO Philipp Senoner betont, wie entscheidend kurze Ladezeiten für die Akzeptanz der Elektromobilität sind.

Praxistests unter Extrembedingungen

Kein Konzept ohne Härtetest: Im Testcenter Nardò in Süditalien durfte der Prototyp seine Stärke bei einer mehrtägigen Rekordfahrt beweisen. Durchschnittliche Ladeleistungen von 850 kW und Spitzenergebnisse knapp über 1.000 kW zeigen eindrucksvoll, dass solche Ladeleistungen nicht bloß graue Theorie sind. Die Serienproduktion fußt genau auf diesen Erfahrungen.

Das neue System feiert zunächst in Europa Premiere, für Nordamerika ist der Start ab 2027 geplant. Weitere Informationen gibt es auf der Herstellerseite.

Überblick: HYC1000 Plattform

Kern ist das modulare Power Cabinet, das mit bis zu acht Leistungsmodulen insgesamt ein Megawatt bereitstellt. Die Kompatibilität mit unterschiedlichen Dispensern – je nach Bedarf für Pkw, Lkw oder andere Fahrzeuge – macht das System besonders vielseitig und zukunftstsicher.

Über Alpitronic

2009 in Bozen gegründet, treibt Alpitronic seit 2017 Innovationen für das Schnellladen von Elektrofahrzeugen voran. Inzwischen zählt das Unternehmen zu den führenden europäischen Entwicklern und baut seine Partnerschaften und Märkte weiter aus. Das Produktportfolio deckt Ladeanforderungen vom urbanen Bereich bis zum Schwerlastverkehr ab.

Alpitronic setzt mit dem High Performance Dispenser (HP Dispenser) neue Standards beim Hochleistungs-Laden von Elektroautos. Besonders beeindruckend ist die Bereitstellung von bis zu 1 MW, die unterschiedliche Fahrzeugtypen und Standorte flexibel versorgen kann. Das System wurde nicht nur unter Laborbedingungen, sondern auch bei anspruchsvollen Praxistests auf der Teststrecke Nardò validiert. In den letzten 48 Stunden wurde darüber hinaus über die allgemeine Entwicklung der Schnellladeinfrastruktur berichtet, insbesondere angesichts des wachsenden Anteils an Elektrofahrzeugen in Europa, der die Notwendigkeit leistungsfähigerer Ladelösungen unterstreicht. Einige Berichte thematisieren mögliche Herausforderungen bei der Netzanbindung und der Anforderungen an die Netzstabilität durch solche ultraschnellen Ladesysteme. Zudem wird die Notwendigkeit regulatorischer Anpassungen und Investitionen in die Netzmodernisierung betont.

Schlagwort aus diesem Artikel