Dietmar Bartsch, ein bekannter Kopf der Linken, positioniert sich deutlich gegen die Idee, seine Partei auf eine Stufe mit der AfD zu stellen oder eine politische Brandmauer gegen sie zu errichten. Klar, zur AfD solle es diese Abgrenzung geben – bei der Linken aber, meint er, wäre der Gedankengang "abwegig". Interessanterweise war dies nicht einfach nur eine trockene Ansage, sondern fiel in der Sendung "Blome & Pfeffer".
Widerstand gegen Brandmauer-Rhetorik
Forderungen von SPD und Grünen, ebenfalls eine Brandmauer gegen die Linke zu errichten, finden bei Bartsch keinen Anklang. Aus seiner Sicht käme so am Ende nur eines heraus: Eine Regierung der beiden Wahlverlierer, CDU und SPD – notdürftig gestützt von den Grünen, die eigentlich andere Pläne hatten.
Bartsch stellt sich hinter Eralp
Er wirft der Union vor, in Berlin eher Klischee-Sicherheitsargumente als ernsthafte Regierungsarbeit zu liefern. Die eigentlichen Differenzen, sagt er sinngemäß, dienen in erster Linie dazu, eine Regierung unter Elif Eralp zu verhindern.
Obwohl Bartsch die Konflikte nicht kleinredet, findet er, dass SPD und Grüne ihre Kooperationsbereitschaft beweisen müssten – die Entscheidung liege ganz bei ihnen. Was daraus wird? Das bleibt spannend.
SPD und Grüne springen über ihren Schatten – naja, vielleicht
Nach der Abgeordnetenhauswahl hat die Linke die Initiative ergriffen und wollte die Gespräche – Sondierungen, nicht gleich Koalitionsverhandlungen – mit SPD und Grünen starten. Die anderen Parteien? Immerhin nicht abgeneigt, aber skeptisch. Das Wahlergebnis sorgt jedenfalls für völlig andere Vorzeichen: Die Linke liegt vorn, Elif Eralp ist als Bürgermeisterin gesetzt – zumindest im Moment.
Richtig rund läuft es mit der Harmonie aber noch nicht: Differenzen bei der Wohnungspolitik, sicherheitspolitische Reizwörter und Antisemitismus im eigenen Laden sorgen für ordentlich Zündstoff rund um das Verhandlungstischlein.
„Blome & Pfeffer" – Polit-Talk zur besten Sendezeit
Wer den Disput in voller Länge erleben will: Die Sendung wird am 28. September 2026 sowohl im Fernsehen als auch online ausgestrahlt. Praktisch – für alle, die ohnehin lieber hinschauen als nachlesen.
Das Gerangel um die Regierungsbildung ist symptomatisch für Berlin: Keine klare Mehrheit, viele Varianten – und jedes Mal ein bisschen Drama. Die Linke, immerhin mit rund 25 Prozent an der Spitze, will jetzt liefern. Doch selbst wenn die Sondierungen voranschreiten, ist noch lange nichts beschlossen. Sollte es schiefgehen, bliebe rechnerisch immer noch die Not-Koalition mit CDU.
Streitpunkte: Wohnungen, Sicherheit, Antisemitismus – alles auf dem Prüfstand
Was die Gespräche belastet? In erster Linie die Frage nach der Vergesellschaftung großer Wohnkonzerne – Lieblingsthema links, rotes Tuch für SPD. Auch innenpolitisch zieht's nicht gerade harmonisch: Umgang mit dem Verfassungsschutz, Polizeibefugnisse, wie weit darf Kritik an Israel gehen? All das spaltet das progressive Lager.
Klingt ziemlich verfahren. Bleibt noch die Frage, wieviel Pragmatismus sich die Partner zumuten können, bevor es zur offenen Trennung kommt.
Wer entscheidet, wie’s weitergeht?
Noch stehen Sondierungen am Anfang. Die Berlinerinnen und Berliner dürfen sich allerdings schon mal auf mehrere Runden Koalitionspoker einstellen. Erst wenn alles vertraglich fixiert ist, wissen wir mehr – bis dahin bleibt auch eine CDU-Kombi als Plan B auf dem Tableau.
Kurzes Fazit: Koalitionspoker mit Stolpersteinen
Dietmar Bartsch lehnt eine Brandmauer zwischen Linker und den Regierungsparteien SPD und Grünen entschieden ab – eine Gleichsetzung mit der AfD weist er weit von sich. Die Sondierungen für ein rot-grün-rotes Bündnis in Berlin laufen, aber die politischen Gräben bei Themen wie Wohnungspolitik, innere Sicherheit und Antisemitismus sind beträchtlich. Noch ist unklar, ob die erhoffte Zusammenarbeit tatsächlich gelingt; Alternativszenarien mit CDU-Beteiligung bleiben präsent.
Aktuelle Entwicklungen aus der Medienlandschaft (Stand: heute)
Die FAZ berichtet unter Berufung auf Koalitionsgespräche in Berlin, dass besonders die Rolle der zukünftigen Regierenden Bürgermeisterin für Unsicherheit sorgt; zudem verstärken aktuell anhaltende Proteste gegen Wohnungsnot den Druck auf alle Parteien. Die Grünen setzen laut Quelle: FAZ vor allem auf mehr soziale Teilhabe, während die SPD zögert, Kompromisse zur Enteignung von Wohnungskonzernen mitzugehen.
Im Spiegel steht die Frage nach einer klaren Haltung in Sachen Antisemitismus im Zentrum des Parteiengezänks. Dort wird geschildert, dass die Grünen schriftliche Zusagen der Linken zu israelbezogenem Antisemitismus fordern, was sich als echter Knackpunkt entpuppt (Quelle: Spiegel).
Die taz hebt heraus, dass zwar Sondierungseinladungen erfolgt sind, aber bereits erste Insider einen zähen Verlauf der Gespräche erwarten – auch deshalb, weil die Grünen im Bezug auf Klima- und Sozialpolitik aktuell besonders drängen (Quelle: taz).