Batteriespeicher-Offensive: GESI und Allianz Global Investors treiben Energiewende an

Manchmal reicht in Deutschland die Sonne – und dann bläst auch noch der Wind. Plötzlich produziert das Land nicht nur mehr Strom, als es braucht, sondern steht auch vor der Herausforderung: Wohin mit all der erneuerbaren Energie? Für Martin A. Schoeller, den Vordenker der Green Energy Storage Initiative (GESI), ist die Sache klar: Batteriespeicher sind die fehlende Zutat für eine echte Energiewende. Und jetzt kommt richtig Schwung in die Sache.

heute 08:04 Uhr | 5 mal gelesen

Wer hätte gedacht, dass Speicherkapazität so ein unterschätzter Gamechanger sein könnte? Erst recht, wenn ein internationales Schwergewicht wie Allianz Global Investors einsteigt und sich direkt mit 51 Prozent an der GESI beteiligt. „Für uns ist das ein echter Vertrauensbeweis – und für den deutschen Energiemarkt insgesamt“, sagt Martin Schoeller, der von Anfang an die Richtung vorgab.

Ursprünglich von Schoeller Ventures – dem Innovationsmotor der alteingesessenen Schoeller-Gruppe – angeschoben und vom Fraunhofer-Institut unterstützt, schwenkt das Projekt jetzt um: Die Beteiligung wandert zur Schoeller Holding, womit der nächste Entwicklungsschritt eingeläutet wird.

Vom Startup-Traum zum Big Player

Zwei Jahre und ein paar Monate sind vergangen – plötzlich zählt GESI zu den ernstzunehmenden Akteuren. Mit der Allianz im Rücken beschließt der Verwaltungsrat ein beachtliches Investitionsprogramm für Großbatteriespeicher quer durch Deutschland. Die sind laut Schoeller die Puzzleteile, die die Energiewende bezahlbar machen und nebenbei helfen, CO2 und unnötige Kosten einzusparen. Interessanter Twist: Ausgediente Atomkraftwerke könnten ideale Standorte liefern, denn dort steckt die nötige Infrastruktur (keiner hätte beim Abschalten gedacht, dass da mal eine Batterie stehen könnte, oder?).

Für weitere private Investments braucht es trotzdem eines: stabile Bedingungen, sonst ist das ganze Vorhaben ein Kartenhaus. Laut Schoeller müssen Projekte, die noch bis August 2029 ans Netz gehen, sich darauf verlassen können.

Gegründet haben GESI SE und die Batteriespeicher-Plattform ein Kreis erfahrener Manager – darunter neben Schoeller auch Walter Raizner, Jens Michael Wegmann, Dr. Peter Strüven und Dr. Nikolaus von Bomhard – flankiert von einem Fachbeirat. Schon heute gibt's konkrete Zusagen: Drei Standorte, zusammen 2,6 Gigawatt Leistung, und weitere Projekte stehen bereit.

Schoeller Ventures im Schnelldurchlauf

München, Pullach, Europaweit aktiv: Mit grüner Speichertechnik und Mehrwegsystemen will die Gruppe ihren Familiengeist auch im 21. Jahrhundert zeigen. Was manche nicht wissen: Die Führung in der siebten Generation bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch Weitblick – wenigstens laut Eigenwerbung.

Mehr dazu: https://www.schoeller.org/ | https://schoeller-ventures.eu/

Kurz zur GESI SE

Die in Pullach ansässige GESI SE entwickelt Energiespeicher- und Speichertechnologien, plant, baut, betreibt und bringt ab sofort in großem Stil Batteriespeicher ans Netz. Besitzer: Allianz Global Investors (51 Prozent) und die GESI SE (49 Prozent).

Mehr Hintergrund: https://gesi-deutschland.de/

Kontakt (falls tatsächlich jemand händisch nachfragt):
Schoeller Ventures, House of Circularity, Zugspitzstraße 9, 82049 Pullach, ventures@schoeller.org | +49-(0) 89 55277-0

Basisinfos via Schoeller Group GmbH / news aktuell

http://ots.de/5fbc7a

Die Kooperation zwischen GESI und Allianz Global Investors markiert einen bedeutsamen Schritt für die Batteriespeicherung in Deutschland: Gemeinsam wollen sie große Batteriespeicher installieren, damit überschüssige Sonnen- und Windenergie nicht verloren geht. Ziel ist es, die Grundlastfähigkeit grüner Energie zu sichern und Deutschland von fossilen Energieimporten unabhängiger zu machen, was Bildungs- und Wirtschaftskreise gleichermaßen aufhorchen lässt. Ergänzend zu den bereits bekannten Fakten wurde von verschiedenen Medien in den letzten Tagen betont, dass die strategische Nutzung von ehemaligen Atomkraftwerksstandorten für Speicherprojekte als besonders innovativ gilt, da bestehende Infrastruktur genutzt wird; zudem betonte etwa die FAZ, dass politisch endlich auch auf Bundesebene die Notwendigkeit langfristig verlässlicher Investitionsbedingungen für Speicherlösungen diskutiert wird.

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