Ben Hodges: Trumps Ukraine-Frieden-Rhetorik „nicht ernst zu nehmen“

Der ehemalige US-General Ben Hodges hält einen raschen Frieden in der Ukraine für unrealistisch. Statt Hoffnung warnt er davor, Moskau könne aktuelle Gesprächspläne nutzen, um Kiew und die EU politisch auszumanövrieren.

heute 00:03 Uhr | 1 mal gelesen

Hodges stichelt gegen Trumps Optimismus

Manchmal fragt man sich ja wirklich, was in den Köpfen der Politiker vorgeht – besonders, wenn es um so zähe Fragen wie den Ukraine-Krieg geht. Ben Hodges, Ex-Befehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa, hat jedenfalls wenig übrig für neue Friedensversprechungen von Donald Trump.

Russland bleibt stur

"Pech gehabt, von Frieden ist weit und breit nichts zu sehen," so könnte man Hodges' wörtliche Kritik an Trumps Prognosen abkürzen. Moskau rüttele nicht einmal pro forma am eigenen Kurs, während Trump keinerlei Druck auf Russland ausübe, sondern eher auf die Ukraine. Immer wieder dieses Spiel: Man spricht über Frieden und meint am Ende vielleicht nur eigenen Vorteil.

Warnsignal für Europa

Besonders bitter findet Hodges, dass bei möglichen bevorstehenden Verhandlungen weder die Ukraine noch die Europäer richtig am Tisch sitzen sollen. Aus seiner Sicht könnte dies vor allem Europa empfindlich treffen und deren Interessen ins Leere laufen lassen. Warum fällt das anderen europäischen Regierungschefs kaum auf, und warum ist da noch kein empörter Aufschrei durch die Parlamente gegangen?

Skrupellosigkeit am Verhandlungstisch

Hodges' größter Vorwurf lautet, Russland und Konsorten versuchten, allein unter sich zu Deals zu kommen – und zwar über die Köpfe der Ukrainer hinweg, vielleicht auch mit Unterstützung von China und den USA. Dabei dreht sich alles um Macht, Prestige und Einfluss, während die Stimmen und Lebensrealitäten der Menschen im direkten Kriegsgebiet ignoriert werden.

Hoffnung oder nur politisches Schaulaufen?

Wer die aktuellen diplomatischen Manöver verfolgt, stößt laufend auf dieselbe Frage: Geht es um echten Wandel oder bloß darum, ein Zeichen zu setzen, das gut aussieht? Die Zusammenkünfte im November – eventuell am Rande des APEC-Gipfels – gelten als Chance, scheinen bislang aber mehr Schein als belastbare Friedensgrundlage zu sein. Letztlich - und das klingt überall durch - hängt alles davon ab, ob echte Zusagen, Beteiligungen und Sicherheitsabkommen kommen – oder eben nicht.

Kurze Einschätzung

Hodges bezeichnet Trumps Versprechen von schnellem Frieden in der Ukraine als unrealistisch und kritisiert, Russland habe zu keiner Zeit echte Kompromissbereitschaft gezeigt. Die geplanten Gespräche zwischen den USA, Russland und China sieht er skeptisch – insbesondere, wenn die Ukraine selbst und europäische Nationen dabei nur Zuschauer am Spielfeldrand sind. Trotz öffentlicher Initiativen zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen fehlt es offenbar an konkreten, belastbaren Ideen, auf die sich alle Beteiligten verlassen können.

Aktuelle Entwicklungen

Nach aktuellen Medienberichten intensivieren die USA einerseits ihren diplomatischen Druck, doch bleibt Kiew skeptisch gegenüber allen Gesprächsformaten, in denen die Ukraine nicht als gleichwertiger Partner einbezogen ist (Quelle: [DW](https://www.dw.com)). Russland wiederum zeigt sich bei Waffenstillstands- oder Friedensgesprächen weiterhin zurückhaltend; stattdessen betonen Vertreter des Kremls die Notwendigkeit „neuer Realitäten“, was indirekt auf einen Grenzverlauf nach russischen Vorstellungen abzielt (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)). Auch Europa ist zunehmend beunruhigt: In den letzten Stunden haben Politiker diverser Staaten hervorgehoben, dass ein Frieden ohne ukrainische Mitbestimmung nicht tragfähig wäre und drohen mit diplomatischen Konsequenzen (Quelle: [Spiegel](https://www.spiegel.de)).

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