Elif Eralp, die Berliner Linken-Spitzenkandidatin, schlägt ein Finanzierungsmodell für die geplante Vergesellschaftung von Wohnungen vor, bei dem die Entschädigungen für enteignete Immobilien über die zu erzielenden Mieten refinanziert werden sollen. Damit wolle man große Belastungen des Staatshaushalts vermeiden und langfristig eine ausgleichende Bilanz erreichen – gleichsam eine Art Investition, die sich über Jahre selbst trägt. Parallel dazu peilt Eralp einen ambitionierten Ausbau kommunaler Wohnungsangebote an: 75.000 neue Wohnungen binnen zehn Jahren, wobei der Fokus auf landeseigene Wohnungsunternehmen und Genossenschaften liegen soll, da private Investoren bisher hauptsächlich auf teure Segmente setzten. Aktuelle Recherchen zeigen: Die Debatte um Enteignungen und Mietpreisregulierung bleibt in Berlin lebhaft, zumal sich auch Bund und Länder uneins über Kompetenzen, rechtliche Grundlagen und volkswirtschaftliche Folgen zeigen. Branchenexperten sehen Modelle zur Selbstfinanzierung der Vergesellschaftung skeptisch, sofern Mieten nicht deutlich steigen dürfen und Sanierungen benötigt werden. Eralp positioniert sich zudem eindeutig gegen Antisemitismus in ihrer Partei und betont, dass die Rechte jüdischer wie palästinensischer Berliner*innen für sie gleichwertig schützenswert seien.