Bitterer Heimabend für Stuttgart: Gladbach holt ersten Sieg

Der VfB Stuttgart wirft einen frühen Vorsprung leichtfertig weg und muss sich Borussia Mönchengladbach am siebten Bundesliga-Spieltag mit 2:3 geschlagen geben. Die Gladbacher beenden zwar ihre Negativserie nicht endgültig, sammeln mit dem knappen Dreier jedoch entscheidende Zähler im Abstiegskampf.

23.10.26 22:57 Uhr | 2 mal gelesen

Stuttgarts Dämpfer zum Auftakt

Nach einem furiosen Start und einem Treffer von Ermedin Demirovic in der Anfangsphase verliert der VfB Stuttgart überraschend sein Heimduell mit 2:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Kaum jemand im Stadion hätte wohl nach der ersten Viertelstunde mit solch einem Spielausgang gerechnet – aber Fußball hat eben seinen eigenen Kopf.

Blitzstart bringt wenig Sicherheit

Demirovic donnerte den Ball schon nach fünf Minuten sehenswert ins Gladbacher Netz. Es schien der Auftakt für einen sorglosen Fußballabend zu werden – so viel zum Schein. Gegen Mitte der ersten Hälfte öffnete Stuttgart die Tür für Gladbach. Nach holpriger Abwehrarbeit tauchte Joe Scally im Strafraum auf und netzte frech per Hacke ein. Manchmal reicht ein Moment der Nachlässigkeit, um das Spiel kippen zu lassen.

Gladbach dreht das Geschehen

Nach der Pause drehte Gladbach dann so richtig auf – Machino und Mohya schoben die Kugel jeweils nach starker Vorarbeit und wackliger VfB-Abwehr ins Netz. Vor allem Mohya stach heraus, denn er war an sämtlichen Treffern der Gäste beteiligt – ein Mann für die besonderen Momente an diesem Abend.

Späte Hoffnung und zu wenig Konsequenz

Gegen Ende bäumte sich Stuttgart noch einmal auf. Demirovic tauchte in der 83. Minute erneut gefährlich auf und per Kopfball verkürzte er zum 2:3. Doch der erhoffte Ausgleich? Fehlanzeige. Der VfB kommt einfach nicht mehr heran – irgendwie sinnbildlich für den ganzen Abend.

Lage nach dem Abpfiff

Das Team aus Stuttgart taumelt nach dieser Niederlage weiter in den unteren Regionen der Tabelle. Besonders ernüchternd: Trotz schneller Führung und einigen guten Phasen ließ man sich die Butter vom Brot nehmen – die defensive Stabilität und Nervenstärke fehlen derzeit. Gladbach dagegen schöpft nach einer endlos langen Niederlagenserie neuen Mut. Aber, Hand aufs Herz: Ein einzelner Sieg macht noch keinen Sommer. Die Gladbacher stehen weiterhin auf einem der hinteren Plätze und brauchen dringend mehr Konstanz.

Spielverlauf und Wirkung

Stuttgart startet stark, gibt aber gegen abgezockte Gladbacher nach und nach die Kontrolle ab und verliert letztlich verdient. Wael Mohya, der an allen drei Gladbach-Treffern beteiligt ist, sticht besonders hervor – während Stuttgart an fehlender Standfestigkeit leidet. Durch die Niederlage rutscht der VfB auf Rang 14, Gladbach bleibt zwar Letzter, kann aber mit dem Sieg endlich ein Erfolgserlebnis feiern und fasst so etwas wie Hoffnung im Abstiegskampf.

Stimmen und Details aus Presserecherchen

Laut "Süddeutscher Zeitung" betonen Stimmen nach dem Spiel, dass Stuttgarts frühe Führung eher für Verunsicherung denn Sicherheit sorgte und sich die Mannschaft im Verlauf selbst aus dem Tritt brachte (Quelle: Süddeutsche Zeitung). "Spiegel Online" hebt die auffällige Rolle von Mohya hervor und sieht in Gladbachs aggressiver Spielanlage einen entscheidenden Unterschied zum lethargischen VfB (Quelle: Der Spiegel). Bei "FAZ" wird kritisch angemerkt, dass Stuttgart nach vorne oft zu kopflos agierte und hinten nicht sattelfest wirkte – Kritik an der Balance sei angebracht, auch wenn die Moral nach hinten raus stimmte (Quelle: FAZ).

Aktuelle Presseschau zum Bundesligaspiel:

1. Die "Süddeutsche Zeitung" sieht in Stuttgarts schwindender Sicherheit nach dem Rückstand den größten Knackpunkt; die Frustration darüber wurde auf dem Platz spürbar. Gladbach hingegen habe kämpferisch überzeugt und sich vor allem in den Zweikämpfen entscheidend gesteigert (Quelle: Süddeutsche Zeitung). 2. "Spiegel Online" analysiert die Defizite Stuttgarts im Umschalten und hebt Mohyas läuferische Intensität und Übersicht als Schlüssel zum Gladbacher Triumph hervor. Die Gladbacher Defensive wurde zwar mehrfach geprüft, wirkte aber über weite Strecken stabiler als in den Vorwochen (Quelle: Der Spiegel). 3. Die "FAZ" beleuchtet, wie eng und emotional aufgeladen die Partie war. Fehler in Stuttgarts Zuordnung und der Wille der Gladbacher, sich aus der Krise zu kämpfen, standen im Mittelpunkt des Kommentars (Quelle: FAZ).

Schlagwort aus diesem Artikel