Bundestagspräsidentin Klöckner: Mit Fußball und Diplomatie in den USA unterwegs

Julia Klöckner (CDU), seit kurzem Bundestagspräsidentin, kombiniert bei ihrem ersten offiziellen Besuch in die Vereinigten Staaten politische Gespräche mit einem Abstecher zum Fußball: Sie schaut sich das WM-Gruppenspiel Deutschlands gegen Ecuador in New Jersey an. Laut Innenkreisen, so berichtet es die BILD, ist dieses Event geschickt in ihren vollen Terminkalender eingewoben.

heute 12:09 Uhr | 2 mal gelesen

Das Match im MetLife Stadion in New Jersey steigt am Donnerstag, 25. Juni – ein Datum, das für deutsche Fußballfans wahrscheinlich schon rot markiert ist. Dass Frau Klöckner neben diplomatischem Parkett auch Stadionluft schnuppern will, passt irgendwie zu ihrer lockeren, teils unkonventionellen Art. Vor dem WM-Spiel stehen zunächst Gespräche bei den Vereinten Nationen in New York an. Gleich zwei prominente Namen sind hier aufgelistet: UN-Generalsekretär António Guterres und Annalena Baerbock, derzeit Präsidentin der Generalversammlung (ein Fakt, den wohl nicht jeder auf dem Schirm hatte). Am Tag danach verschiebt sich das Parkett nach Washington D.C., wo Klöckner – nicht nur zeremoniell, sondern durchaus politisch mit Tiefgang – unter anderem den Speaker des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, sowie verschiedene Abgeordnete trifft. Ob prominente Sportevents die Atmosphäre für politische Gespräche lockern? Man möchte es meinen – zumindest für Anekdoten bietet das Setting ausreichend Stoff. Aber, und das sei ehrlich gesagt: Im hektischen Hin und Her solcher Reisen geraten wohl auch mal alte Fußballrituale ins Wanken.

Julia Klöckner kombiniert bei ihrer Antrittsreise zu den USA politische Gespräche mit Diplomatie und Sport, indem sie nicht nur am Treffen mit UN-Vertretern wie António Guterres und Annalena Baerbock teilnimmt, sondern auch das WM-Spiel Deutschland gegen Ecuador live im Stadion verfolgt. Dieser Besuch ist einerseits symbolisch für die deutsch-amerikanischen Beziehungen – gerade mit dem aktuellen Fokus auf multilateralen Austausch bei den UN –, aber auch ein Zeichen für die gesellschaftliche Relevanz von Sport als Brückenbauer. Gleichzeitig wurde in aktuellen Medien ausführlich beleuchtet, wie sportliche Großereignisse in internationalen Delegationen zum diplomatischen Katalysator werden können: Neben der medialen Aufmerksamkeit rücken so auch die „Neben-Szenen“ in den Fokus, in denen Politiker informelle Kontakte knüpfen – ein Aspekt, der laut Einschätzung von Beobachtern aus Berlin und Washington gerade in Zeiten internationaler Herausforderungen eine besondere Rolle spielt.

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