Björn Fecker, Vorsitzender der Finanzministerkonferenz, sieht die geplante Einkommensteuerreform mit Skepsis und bezweifelt, dass sie den Bürger*innen einen echten Vorteil verschafft, zumal andere finanzielle Belastungen wie steigende Rentenbeiträge die Entlastung wieder aufwiegen könnten. Besonders kritisiert er, dass hohe Einkommen und Vermögen nicht stärker zur Finanzierung herangezogen werden – ein mutigeres Vorgehen, meint Fecker, hätte mehr Spielraum für die Entlastung der unteren und mittleren Schichten geschaffen. Dass der Bund jedoch bereit ist, Kommunen und Länder für mögliche Einnahmeausfälle zu kompensieren, hält er für einen wichtigen Schritt angesichts der ohnehin herausfordernden Haushaltslagen auf lokaler Ebene. Neue Erkenntnisse: Recherchen zeigen, dass in den letzten Tagen die Diskussion um die Steuerreform sowohl von Gewerkschaften als auch von Unternehmensverbänden weiter befeuert wurde. Laut aktuellen Berichten sehen Wirtschaftsvertreter weiterhin zu wenig Anreize für Investitionen und warnen vor einer zunehmenden Belastung des Mittelstands. Auf kommunaler Seite wiederum gibt es Lob für den Kompensationsansatz, aber auch die Forderung nach einer dauerhaften Reform zur Stabilisierung der Gemeindefinanzen.