Chef der Finanzministerkonferenz zweifelt Nutzen einer Steuerreform an

Bremens Finanzsenator Björn Fecker (Grüne), der momentan den Vorsitz der Finanzministerkonferenz inne hat, äußert erhebliche Zweifel daran, ob die geplante Einkommensteuerreform den Bürgerinnen und Bürgern wirklich eine spürbare finanzielle Erleichterung bringt. Fecker betont: „Eigentlich muss sich erst noch zeigen, ob diese Steuerreform tatsächlich ein echter Durchbruch ist.”

heute 09:02 Uhr | 4 mal gelesen

Steuerliche Entlastungen, so Fecker, laufen ins Leere, wenn sie durch Mehrbelastungen an anderer Stelle – etwa durch höhere Rentenbeiträge – direkt wieder aufgefressen werden. „Das hilft am Ende weder den Menschen noch der Konjunktur“, merkt er an. Besonders bemängelt Fecker eine zu vorsichtige Herangehensweise bei Beiträgen sehr hoher Einkommen und Vermögen: Gerade mutigere Reformen in diesem Bereich hätten nach seiner Ansicht größere Entlastungen für normale Leute bringen können. Immerhin, so der Grünen-Politiker, sei es zu begrüßen, dass der Bund finanzielle Einbußen der Länder und Kommunen auffangen wolle. Angesichts angespannter Haushaltslagen sei das mehr als nötig – gerade für die Städte und Regionen, die oft den Gürtel enger schnallen müssen. Was Pauschalierungen und Vereinfachungen im Steuerrecht angeht, zeigt sich Fecker grundsätzlich offen – sofern diese mit Blick auf die Einnahmenseite im Gleichgewicht bleiben. Der Kompromiss zwischen Union und SPD sieht vor, kleine und mittlere Einkommen sowie Familien zu stützen, während zur Finanzierung die sogenannte Reichensteuer steigt. Ob das alles am Ende aber wirklich viel besser macht? Daran lässt Fecker durchblicken, dass er skeptisch bleibt.

Björn Fecker, Vorsitzender der Finanzministerkonferenz, sieht die geplante Einkommensteuerreform mit Skepsis und bezweifelt, dass sie den Bürger*innen einen echten Vorteil verschafft, zumal andere finanzielle Belastungen wie steigende Rentenbeiträge die Entlastung wieder aufwiegen könnten. Besonders kritisiert er, dass hohe Einkommen und Vermögen nicht stärker zur Finanzierung herangezogen werden – ein mutigeres Vorgehen, meint Fecker, hätte mehr Spielraum für die Entlastung der unteren und mittleren Schichten geschaffen. Dass der Bund jedoch bereit ist, Kommunen und Länder für mögliche Einnahmeausfälle zu kompensieren, hält er für einen wichtigen Schritt angesichts der ohnehin herausfordernden Haushaltslagen auf lokaler Ebene. Neue Erkenntnisse: Recherchen zeigen, dass in den letzten Tagen die Diskussion um die Steuerreform sowohl von Gewerkschaften als auch von Unternehmensverbänden weiter befeuert wurde. Laut aktuellen Berichten sehen Wirtschaftsvertreter weiterhin zu wenig Anreize für Investitionen und warnen vor einer zunehmenden Belastung des Mittelstands. Auf kommunaler Seite wiederum gibt es Lob für den Kompensationsansatz, aber auch die Forderung nach einer dauerhaften Reform zur Stabilisierung der Gemeindefinanzen.

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