Es ist schon kurios, wie sich Prominenz im Alltag auswirkt – oder eben nicht. Christoph Kramer, der Mann, der 2014 Weltmeister wurde, sieht sich selbst erstaunlich gelassen irgendwo knapp unter der Schwelle jener B-Prominenz, die im Supermarkt von Selfies überwältigt wird.
Die feine Linie zwischen Bekanntheit und Berühmtheit
Sein Urteil ist zumindest ehrlich: „Ich bin zum Glück unter der Schwelle, ab der man als superberühmt gilt“, so Kramer gegenüber der „Rheinischen Post“. Fans kommen mal auf ihn zu, klar, aber nie so oft, dass es ihm wirklich auf die Nerven geht. Ein bisschen so, als würde der Alltag ihn – anders als etwa die sozialen Medien – einfach in Ruhe lassen.
Mats Hummels als Gradmesser für Prominenz
Das ändert sich schlagartig, wenn ein Mats Hummels dabei ist. „Der ist ein bisschen über der Schwelle“, bemerkt Kramer und man spürt fast, wie er im Café neben Hummels erst mal zurücktritt. Hummels‘ Karriere bei Bayern, Dortmund und der Nationalelf hat ihm offensichtlich einige Köpfe mehr einprägsam gemacht – oder wie Kramer sagt, „bei Mats ist es was anderes“.
Trotzdem: Kramer verschwimmt nicht in der Masse. Berühmt genug, um gelegentlich erkannt zu werden, aber nicht so bekannt, dass er ungesehen keine Brötchen mehr kaufen könnte. Nebenbei arbeitet er als TV-Experte und Autor, was ihn in eine halb öffentliche Rolle bringt.
Literarischer Seitenwechsel
Mitte Oktober erscheint Kramers zweites Buch – Titel: „Wolkenberührpunkt“. Sein erstes Werk, „Das Leben fing im Sommer an“, das übrigens über 100.000 Mal über Ladentische ging, machte sogar auf der Theaterbühne eine gute Figur. Eine Verfilmung ist ebenfalls angedacht – spannend, wohin diese Reise noch führt.
Vom Fußballprofi zum Geschichtenerzähler
Zwischen Sport, Fernsehen und Literatur erfindet Kramer sich neu, während er – abseits des ganz großen Rummels – mit distanziertem Blick auf seine eigene Bekanntheit zurückschaut. Der direkte Vergleich mit Hummels zeigt nur zu schön: Prominenz ist eine diffizile Angelegenheit. Übrigens, eine gewisse Unperfektheit scheint ihm dabei sehr sympathisch zu sein.
Kramers Leben zwischen Rampenlicht und Alltag
Christoph Kramer reflektiert offen über seinen speziellen Platz auf der Prominenz-Skala. Während er im Fußball einen Namen hatte, fühlt er sich im Alltagsleben nicht überwältigt von Bekanntheit – anders als Kollegen wie Mats Hummels, deren Star-Ruhm viel präsenter wirkt. Seine Erfahrung als Ex-Nationalspieler, TV-Experte und nun auch als Autor machen ihn zu einer facettenreichen Persönlichkeit, die sich nicht nur in einem Bereich ausprobiert.
Der Schritt in die Literatur
Sein Roman-Debüt „Das Leben fing im Sommer an“ wurde ein Überraschungserfolg und zieht weitere Kreise durch Theateradaption und eine geplante Verfilmung. Für den im Oktober erscheinenden zweiten Roman steigen die Erwartungen. Kramers Weg vom Fußballplatz zum Literaturschaffenden steht exemplarisch für die Möglichkeiten, die nach der Sportkarriere entstehen können.
Aktuelle Recherche & Ergänzungen
Viele Medien haben Kramers Doppelrolle beleuchtet: Als Ex-Fußballstar, der auch im Fernsehen kommentiert und nun literarisch wirkt, bleibt er präsent, ohne allzu sehr im Fokus zu stehen. Sportschau und Kulturseiten berichten regelmäßig über aktive und ehemalige Fußballer, die sich neuen „Bühnen“ zuwenden. In den letzten 48 Stunden wurde außerdem gemeldet, dass Kramer in Podcasts offen erzählte, wie viel Zufriedenheit er aus seiner neuen Balance zwischen Öffentlichkeit und Privatleben zieht.