Der französische Finanzriese Ardian setzt auf Windkraft in Sachsen

Mit einer kräftigen Finanzspritze bekennt sich Ardian einmal mehr klar zum deutschen Markt.

heute 15:59 Uhr | 4 mal gelesen

Es klingt erstmal nach einer weiteren Branche, die von internationalem Geld befeuert wird – diesmal allerdings bläst der Wind. Laut Veröffentlichung der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' (FAZ, Ausgabe Dienstag) steckt Ardian, ein großer französischer Investmentakteur, über seinen Fonds ACEEF beachtliche Summen in neue Windparkprojekte in Sachsen. Genauer: Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Windparkentwickler 3Energy führt dazu, dass Ardian das gesamte Projektpaket übernimmt – sprich, auch die Grundstücke, bereits genehmigte Projekte sowie die wichtigsten Verträge befinden sich nun in Ardian-Hand. Die offizielle Verkündung soll sehr bald folgen. Der Bau der ersten von vier geplanten Anlagen startet, wenn alles rund läuft, noch in diesem Jahr. 132 Megawatt – so viel Energie sollen die neuen Parks entlang der Landkreise Zwickau, Mittelsachsen und Nordsachsen insgesamt liefern, sobald alles steht. Das Engagement geht noch weiter: Ardian bringt gerade einen weiteren großen Private-Equity-Fonds auf den Weg, mit Schwerpunkten, die erneut stark auf Deutschland zeigen. Der Fonds – Nummer acht mittlerweile – will laut FAZ ähnlich groß werden wie sein Vorgänger (6,5 Milliarden Euro, was wirklich enorm ist). Deutschlandchef Jan Philipp Schmitz betont, dass dieses Mal größere Summen hierzulande angelegt werden sollen, etwa 10 bis 20 Prozent des Gesamtvolumens. Für Transaktionen rechnet Ardian mit durchschnittlich 400 bis 500 Millionen Euro, die als frisches Kapital eingebracht werden, wobei die Zielunternehmen in der Regel doppelt so viel wert sein dürften. Kurzer Rückblick: Die letzten Jahre hielt sich Ardian, was direkte Unternehmensbeteiligungen anbelangt, in Deutschland auffällig zurück – zumindest im klassischen Private-Equity-Bereich. Im Kreditgeschäft dagegen war Ardian weiterhin stark vertreten: Gerade deutsche Firmen griffen gerne auf Privatkredite zurück. Ursprünglich als Investment-Arm des AXA-Konzerns gestartet, hat sich Ardian inzwischen längst auf Immobilien, Infrastruktur und Privatkredite ausgedehnt – weiter als viele Wettbewerber. Am Ende bleibt eine klare Botschaft für die deutsche Energiewende: Deutschland sei und bleibe laut Ardian ein zentraler Markt. Mit einem 80-köpfigen Team hierzulande und langfristigen Plänen stellt sich Ardian darauf ein, das Engagement weiter auszudehnen. Man will nicht nur im Wind mitsegeln, sondern den Kurs selbst setzen.

Ardian, ein bedeutender französischer Investor, verstärkt sein deutsches Engagement spürbar, indem er einen kompletten Windparkportfolio-Deal in Sachsen abschließt und die Zusammenarbeit mit dem regionalen Entwickler 3Energy vertieft. Die avisierte Gesamtkapazität liegt bei stolzen 132 MW, verteilt auf vier Projekte, deren Bau größtenteils noch 2024 beginnen soll. Parallel dazu plant Ardian über seinen neuen europäische Private-Equity-Fonds signifikante Beteiligungen besonders im deutschen Markt und stellt dafür potenziell Milliarden zur Verfügung – der Fokus liegt verstärkt auf nachhaltiger Infrastruktur. Aktueller Stand laut DW.com (Juni 2024): Das Thema ausländischer Investitionen in erneuerbare Energien beherrscht die deutschen Nachrichten. Angesichts absinkender Windrad-Zubautrends und zäher Genehmigungsprozesse setzen Investoren wie Ardian jedoch ein optimistisches Zeichen, dass internationale Geldgeber den deutschen Markt weiterhin für krisenfest und zukunftsträchtig halten. Hinzu kommen jüngste politische Weichenstellungen, die künftig verstärkt auf schnellen Ausbau und vereinfachte Vergabeprozesse für Energieprojekte setzen – das könnte Investoren den Weg ebnen. Zusätzliche aktuelle Entwicklungen: Verschiedene Nachrichtenportale berichteten in den vergangenen 48 Stunden über eine neue Dynamik bei europaweiten Investitionen in klimaschonende Infrastruktur. Während einige Kommentatoren auf www.spiegel.de die Abhängigkeit von großen Investmenthäusern skeptisch beleuchten, verweisen andere Experten (z.B. www.faz.net) auf die wachsende Bedeutung grenzübergreifender Finanzströme für die Dekarbonisierung Europas. Im Übrigen steigt auch in anderen Bundesländern der Druck, Flächen für Windkraft rascher auszuweisen. Ardian ist mit seinem Schritt also nicht allein auf weiter Flur – sondern Teil einer Entwicklung, die immer mehr Fahrt aufnimmt.

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