Startklang in den Thüringer Bergen
Eröffnung ist am 7. August in Ilmenau – Chefdirigent Dennis Russell Davies hebt den Taktstock beim MDR-Sinfonieorchester. Naturklassiker: Beethoven, Wagner, Dvořák, gespielt und übertragen via ARD Sounds und auf den wichtigsten Kulturradiosendern.
Die Natur spielt auf
Diesmal kriecht das Festival so richtig in den Wald hinein: Als Debüt gastiert der MDR-Musiksommer im Nationalpark Hainich, Familien wandeln musikalisch auf dem Baumkronenpfad (23. August). Es gibt nicht nur Konzerte, sondern eine Art mittendrin-Draußen-Event. Waldbühne? Auch in Benneckenstein klingt’s 2026, Männerchor trifft Hornquartett. Jazzig, aber trotzdem entspannt: Emma Smith swingt das Naturtheater Bad Elster ein. Und natürlich fehlt die Wartburg nicht, wo der Wald außen und die Musik innen ein ganz eigenes Echo erzeugen (29. August, 4. September).
Festival als Reise durch Mitteldeutschland
Der MDR-Musiksommer verwebt 2026 gezielt Musikgenuss mit touristischen Abstechern, etwa Führungen und Ausstellungen – von der Wartburg über das Kloster Michaelstein bis zum ega-Park in Erfurt. Premiere gibt’s auch in Bad Düben, Blankenburg und Benneckenstein. Wer mag, bekommt neben den Ohren auch die Augen und Beine beschäftigt.
Künstlerische Bandbreite – von Klassik bis Jazz
Neben den festen MDR-Besetzungen prägen Stars wie Alena Baeva (Geige), Tamara Stefanovich (Klavier) oder Emma Smith (Jazzgesang) das Line-up. Highlights: Mendelssohns selten gehörte „Erste Walpurgisnacht“ in Jena, Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ (violine: Baena), Ralph Vaughan Williams' „Folk Songs of the Four Seasons“ (Chor) – und dazu viele kleine, für das Festival längst typische Besetzungen und Formate.
Suhl beschließt und eröffnet in einem Atemzug
Der Schlusspunkt am 5. September – Stücke von Weber und Hindemith – ist nicht nur Finale, sondern gleich Auftakt der MDR-Spielzeit 2026/27.
MDR deckt ab – analog wie digital
Berichte, Streams und Nachhören – MDR Kultur und MDR Klassik begleiten (fast) alles, ausgewählte Events sind auf ARD Sounds. Am 7. August gibt es eine Live-Sendung aus Ilmenau und fortlaufend Updates bis Festivalende.
Familien-Sommer im Festival-Look
Premiere: Der Hainich-Wandelpfad ist speziell auf junge Gäste ausgerichtet. Für unter 27-Jährige gibt’s Tickets für 9 Euro.
Hintergrund:
Seit 1992 bringt der MDR-Musiksommer Musik, Landschaft, Kultur und eine gewisse Neugier in Mitteldeutschland unter einen Hut. Über die Jahre wurde das Angebot vielfältiger: 2026 gibt es neben Klassik viel Raum für Jazz und kleine, ungewöhnliche Formate. Alles startet am 7. August und endet am 5. September – vielleicht mit einer Prise Lagerfeuer-Feeling.
Der 35. MDR-Musiksommer legt 2026 den Fokus noch stärker auf Naturerlebnis und gemeinschaftliches Musikgenießen. Besonders auffällig ist die Einbindung des Waldes als Bühne – der Nationalpark Hainich etwa wird erstmals bespielt, mit für Kinder konzipierten Wandelkonzerten und vielfältigen musikalischen Experimenten. Urlaubern bietet der Musiksommer damit nicht bloß Musik, sondern kleine Abenteuer: geführte Ausflüge, Familienangebote und sogar spezielle Tickets für junge Gäste. 2026 sorgen namhafte Künstler und selten aufgeführte Stücke ebenso für Aufmerksamkeit wie neue Spielorte und Formate. In der aktuellen journalistischen Berichterstattung wurde das Festival mehrfach gelobt, unter anderem für die nachhaltige Verbindung von Kunst, Natur und Tourismus. Laut der taz berichtet der MDR-Musiksommer regelmäßig über regionale Kulturinitiativen und hebt die Bedeutung lokaler Kooperationen hervor, während die Zeit die steigende Tendenz zu Open-Air-Kulturangeboten als wichtigen Sommertrend beschreibt. Außerdem wurde auf www.mdr.de und www.spiegel.de mehrfach auf die hohe Nachfrage nach Tickets zu den familienfreundlichen Veranstaltungen hingewiesen. Besonders digitale Begleitangebote und interaktive Formate sind im Vorjahr auf starke Resonanz gestoßen.