Eine Million für neue Ideen: Projektwettbewerb "NaturMomente" von Airbnb und DTV sucht Innovationen für nachhaltigen Landtourismus

Berlin – Der Startschuss für "NaturMomente", einen deutschlandweiten Wettbewerb von Airbnb und dem Deutschen Tourismusverband (DTV), ist gefallen. Mit einem Fördertopf von einer Million Euro sollen kreative Projekte unterstützt werden, die den ländlichen Tourismus nachhaltiger, spannender und zukunftsfähiger machen. Die Expertise des DTV stärkt dabei den Auswahlprozess.

heute 10:33 Uhr | 2 mal gelesen

Ländliche Regionen stehen selten ganz oben auf der Bucket List für begeisterte Städtereisende – dabei steckt dort viel mehr Potenzial, als man oft denkt. Dass Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer als Schirmherr für "NaturMomente" gewonnen wurde, zeigt, wie ernst es Airbnb und der DTV meinen. Das Ziel: Nachhaltigen, ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Tourismus jenseits der großen Städte fördern und dabei frische Ideen aufstöbern.

Interessanter Fact am Rande: 2025 werden fast 66% der Airbnb-Übernachtungen deutscher Gäste in ländlichen Gebieten stattfinden. Eigentlich logisch, wenn man die Sehnsucht nach Ruhe, Natur und Traditionen bedenkt – und die Pandemie hat hier ordentlich nachgeholfen.

Der Wettbewerb sucht nicht nur “Marketingsprüche”, sondern vor allem konkrete Projekte mit Weitblick. Es geht um mehr als Dorfidylle: Wer soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit zusammen denkt und dazu den Tourismus in seiner Region modernisiert, ist hier goldrichtig. Kleine und mittlere Orte mit schlummerndem Tourismuspotenzial stehen besonders im Fokus.

Airbnbs Central-and-Eastern-Europe-Chefin Kathrin Anselm sieht darin eine Chance, verborgene Perlen auf dem Land sichtbar zu machen. Mit dem DTV als Partner sind Fachwissen und Praxisnähe garantiert. DTV-Präsident Reinhard Meyer betont ausdrücklich, wie sehr der ländliche Raum von frischen, mutigen Konzepten profitieren kann: Authentische Erlebnisse, die nicht nur Gäste begeistern, sondern die Region insgesamt stärken, sind gefragt.

Wer kann teilnehmen? Praktisch jeder mit Sitz in Deutschland und einer guten Idee, die was mit Land und Natur zu tun hat: Gemeinden, Tourismusorganisationen, Landwirte, Initiativen, Vereine, kultur- oder naturnahe Unternehmen, engagierte Privatleute. Die Bewerbung läuft noch bis 9. September 2026, förderfähige Projekte winken bis zu 100.000 Euro Zuschuss.

Die Jury, unabhängig und fachkundig, prüft nach festen Regeln: Gefragt sind – je nach Kategorie – Impulse für ländliche Kultur, gemeinschaftsgetragene Tourismusmodelle, innovative Landwirtschafts- und Regionalprodukte oder eben aktiver Natur- und Umweltschutz. Bewerbungsinformationen, Bewertungskriterien und die exakt vier Kategorien gibt's online unter www.airbnb.de/naturmomente. Die spannendsten Entwicklungen werden beim deutschen Tourismustag im November 2026 in Leipzig präsentiert.

Abschließend noch: Der DTV setzt sich schon seit gut 120 Jahren für kompetenten Tourismus in Deutschland ein und vertritt eine Branche, die wirtschaftlich enorm viel bewegt (knapp 2,7 Millionen Jobs, 144 Milliarden Euro Wertschöpfung). Airbnb, weltweiter Übernachtungs- und Erlebnisvermittler, bringt mit seiner Plattform knappe 2,5 Milliarden Gäste und über fünf Millionen Gastgeber:innen weltweit zusammen.

Mit 'NaturMomente' loben Airbnb und der DTV gemeinsam einen Wettbewerb aus, der Projekten im ländlichen Deutschland bis zu eine Million Euro Fördersumme verschafft. Der Fokus liegt auf Innovationen, die nachhaltigen Tourismus, Umweltbewusstsein und regionale Wirtschaftsentwicklung zusammendenken – von Agrartourismus bis kulturelles Lokalprojekt. Die Aktion stößt auf breite Resonanz, nicht zuletzt weil immer mehr Menschen im Inland naturnahe Reiseziele suchen und die Wettbewerbsbedingungen alle offen einladen, sich mit kreativen Konzepten zu bewerben. Ergänzend zeigen aktuelle Pressestimmen: Besonders nach der Pandemie erlebt der Inlandstourismus in ländlichen Gebieten einen spürbaren Boom. Laut Süddeutscher Zeitung gewinnen Regionen mit nachhaltigen und regionalen Angeboten gegenüber klassischen Massentourismuszielen zunehmend an Bedeutung. Auch die Kombination von Tourismus und Naturschutz steht verstärkt im Mittelpunkt der Fachdebatte, wie taz.de berichtet.

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