Erste Sitzblockaden in Erfurt: Massive Proteste vor AfD-Parteitag angelaufen

Noch vor Sonnenaufgang begann in Erfurt der Widerstand gegen den AfD-Bundesparteitag – weit vor dem offiziellen Auftakt rollten die ersten Protestwellen an.

heute 06:31 Uhr | 3 mal gelesen

Schon im Morgengrauen registrierte die Polizei an mehreren Stellen in und um Erfurt erste Sitzblockaden und Menschenansammlungen. Besonders auf der B4 Richtung Innenstadt bei Gispersleben und auf der A71 staute sich alles – rund 300 Menschen setzten sich buchstäblich quer. Auch am Gothaer Platz scharten sich schon früh rund 800 Demonstrierende, so dicht, dass der Straßenbahnverkehr gestoppt wurde. Auf der Clara-Zetkin-Straße fanden sich um die 50 Protestierende zusammen – klingt nicht nach viel, doch die Stimmung war schon deutlich angespannt. Ein Detail, das mir aufgefallen ist: Über 200 Busse, prallvoll mit Aktivisten, hatten laut Polizei bereits bis 6 Uhr die Stadt erreicht, während andere Gegendemonstranten zu Fuß und mit Fahrrädern aus dem Umland unterwegs waren. Insgesamt rechnen die Behörden mit bis zu 50.000 Menschen, die gegen den Parteitag auf die Straße gehen könnten – wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass solche Schätzungen oft eher nach oben als nach unten abweichen. Erfahrungsgemäß bleibt es bei solchen Veranstaltungen selten friedlich, die Polizei ist auf Krawalle vorbereitet. Ach, und wie üblich bei den AfD-Treffen: Auch diesmal richten sich alle Augen auf die Vorstandswahlen. Alice Weidel und Tino Chrupalla versuchen, ihre Ämter abzusichern – das sorgt natürlich für zusätzliche Spannung.

Bereits in den frühen Morgenstunden des 29. Juni 2024 begannen in Erfurt erhebliche Protestaktionen gegen den AfD-Bundesparteitag. Straßen wie die B4 und die A71 wurden von hunderten Demonstrierenden durch Sitzblockaden lahmgelegt, und der Nahverkehr auf wichtigen Knotenpunkten wie dem Gothaer Platz musste aufgrund der Menschenmassen eingestellt werden. Die Polizei rechnet mit bis zu 50.000 Gegendemonstrant:innen und bereitet sich auf Eskalationen vor. Die Diskussion um den Parteitag ist durch die massive Beteiligung zivilgesellschaftlicher Gruppen geprägt; unter anderem mobilisieren Initiativen wie "Unteilbar", die Kirchen und Gewerkschaften. Im Mittelpunkt des Parteitags steht die Wahl des AfD-Bundesvorstands, wobei Alice Weidel und Tino Chrupalla erneut kandidieren. Mehrere Medien berichten, dass die Atmosphäre in Erfurt angespannt ist, da sowohl Rechte als auch Gegendemonstrierende mit großer Entschlossenheit auftreten.

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