G7: Spannungen, Zögerlichkeiten und die Ukraine-Frage – Gipfel im Fokus

Mit einer spürbaren Verzögerung starten die G7-Chefs in den zweiten Tag ihres Treffens in Frankreich. Im Mittelpunkt: die Diskussionen rund um den Krieg in der Ukraine, zu denen nun auch Wolodymyr Selenskyj persönlich dazu stößt.

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Der Dienstagmorgen begann in Évian mit einer gewissen Unruhe: Erst nach einer beachtlichen Verspätung – der Grund blieb nebulös – fanden sich die Staats- und Regierungschefs der sieben Industrieländer wieder zusammen. Immerhin, der ukrainische Präsident Selenskyj war dabei und brachte seine Perspektive direkt an den Verhandlungstisch. Auffällig, wie US-Präsident Trump zuletzt, beinahe theatralisch verspätet, in den Konferenzsaal schlenderte. Offenbar war der Auftakt der Gespräche von den festgefahrenen Verhandlungen zur Ukraine geprägt. Selenskyj erwähnte immerhin, dass es Überlegungen gab, Wladimir Putin einzuladen – der aber lehnte brüsk ab. Im Laufe des Tages sind weitere Gesprächsrunden geplant: Themen wie der Nahe Osten und Treffen mit Indien, Brasilien, Ägypten sowie Südkorea stehen noch an. Die historische Abschlusserklärung, die sonst gern als großes Finale dient, wird dieses Jahr wohl fehlen – stattdessen soll es kurze Statements zu Einzelthemen geben. Irgendwie symptomatisch, wenn man darüber nachdenkt: viele Gespräche, wenige gemeinsame Ergebnisse. Manchmal wirkt internationale Diplomatie wie ein sehr exklusiver Debattierclub.

Der diesjährige G7-Gipfel leidet unter internen Abstimmungsproblemen und verschobenen Zeitplänen – ein Spiegelbild der komplexen Weltlage. Neben der Ukraine-Krise stehen auch andere globale Konflikte auf der Agenda, doch die Uneinigkeit unter den Teilnehmern bleibt offenbar groß, insbesondere durch die abgelehnte Einladung an den russischen Präsidenten Putin. Die Staatschefs versuchen, trotz offener Fragen und ungeklärter Dynamiken, zumindest in Form von Einzel-Erklärungen gemeinsame Linien zu finden. Neue Recherchen zeigen, dass der G7-Gipfel sich zwar stark auf die Ukraine und den Nahen Osten fokussiert, jedoch durch ein eher zurückhaltendes Engagement in Bezug auf eine gemeinsame Abschlusserklärung auffällt. Zudem sorgt besonders die angespannte Beziehung zwischen einzelnen Mitgliedsstaaten (insbesondere erneute Differenzen zwischen den USA und den europäischen Staaten über Sanktionsfragen und Waffenlieferungen) für eine gewisse Lähmung. Auf mehreren Nachrichtenseiten wurde außerdem hervorgehoben, dass die Ukraine weiter auf konkrete militärische und finanzielle Unterstützung drängt, während westliche Staatschefs zunehmend vorsichtiger in ihren Zusagen werden.

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