Gewerkschaftschefin Fahimi bleibt hart: Keine Zusammenarbeit mit AfD in Sachsen-Anhalt

Yasmin Fahimi, die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, lehnt jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ab – selbst dann, wenn die Rechtsaußenpartei den Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt stellen sollte. Sie warnt zudem mit Nachdruck vor möglichen Konsequenzen angekündigter Personalwechsel für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst.

heute 15:25 Uhr | 1 mal gelesen

Yasmin Fahimi, an der Spitze des DGB, hat ein klares Statement gesetzt: Selbst wenn die AfD künftig in Sachsen-Anhalt das Sagen hätte, bleibt eine Zusammenarbeit der Gewerkschaften mit ihr ausgeschlossen. Kein Fußbreit, sozusagen. Sie sieht keinerlei gemeinsame Basis für einen politischen Austausch zwischen dem DGB und einer AfD-geführten Landesregierung – oder, anders formuliert: 'Da gibt's für mich einfach keinen Raum für Dialog.'

Keine Gesprächsbereitschaft mit AfD-Ministerpräsident

Gefragt danach, ob sie denn beim Sozialdialog mit einem AfD-Ministerpräsidenten teilnähme, winkt Fahimi entschieden ab. Sie stellt die ganz grundsätzliche Frage in den Raum: Um was sollte es überhaupt gehen? Das DGB-Prinzip, Distanz zu rechten und demokratiegefährdenden Kräften zu wahren, bleibt für sie auch in möglichen Extremfällen unaufweichbar.

Besorgnis wegen Beamtenaustausch

Fahimi äußert Sorge über Pläne der AfD, im Regierungsfall das Personal in der Verwaltung durchzutauschen. Der DGB sei gewappnet: Rechtsschutz für Mitglieder ist fest im Angebot – und sie rechnet fest damit, dass dieser in Anspruch genommen werden wird. Dass Beschäftigte auf unruhige Zeiten zusteuern, liegt für sie auf der Hand.

Nach ihrem Wahlsieg ist die AfD zwar stärkste Kraft, aber zu einem Alleingang reicht es nicht: Es fehlen ein paar Sitze zur absoluten Mehrheit. Nun tobt das politische Ringen um Unterstützung und mögliche Bündnisse hinter den Kulissen – ganz wie auf einem wankenden Schachbrett, dessen Figuren kein vertrautes Spiel mehr ergeben.

Koalitionsvarianten und taktisches Schachern

Was bringt das BSW nun auf die Platte? Offiziell will die Partei jedenfalls keine Koalition mit der AfD, schlägt stattdessen wechselnde Mehrheiten und einen von allen akzeptierten Ministerpräsidenten vor. Interessanterweise berührt man sich aber bei Personalfragen – etwa bei der Landtagspräsidiumswahl: Da signalisiert das BSW Unterstützung für einen AfD-Kandidaten, wohl in der Hoffnung auf den eigenen Einfluss im Präsidium.

Wert der Gewerkschaften in Krisenzeiten

Beim DGB geht es jetzt nicht nur um Parteipolitik. Gewerkschaften sind wichtige Partner im Dialog zwischen Staat, Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Wenn sich die Verwaltung quasi über Nacht umkrempelt, wird die Rolle der gewerkschaftlichen Rechtsberatung wichtiger denn je: Wer weiß schon, wie viele Beschäftigte bei Umstrukturierungen plötzlich Hilfe brauchen?

Finanzielle Engpässe und schwieriger Start

Die neue Landesregierung – wie immer sie aussieht – muss mit knappen Kassen und vorerst ohne echten Etat starten. Kaum verwunderlich, dass der Haushalt für 2027 schon jetzt ein Schatten über allem ist. Und die konstituierende Sitzung am 6. Oktober dürfte noch längst nicht alle Fronten klären – das wird noch ein Ringen mit vielen Unwägbarkeiten.

Kernpunkte des DGB-Statements

Yasmin Fahimi stellt klar: Der DGB wird mit der AfD in Sachsen-Anhalt nicht zusammenarbeiten – und das gilt ausdrücklich auch für einen Fall, in dem die Partei den Ministerpräsidenten stellt. Besonders kritisch sieht sie dabei Personalumwälzungen in der Verwaltung und verspricht Mitgliedern gewerkschaftlichen Rechtsschutz. Die Lage ist politisch wie gesellschaftlich angespannt: Während sich die AfD um Unterstützung bemüht, hält das BSW die Türen für Koalitionen geschlossen und taktiert vor allem beim Landtagspräsidium, was dem Ganzen einen eigentümlich verschlungenen Charakter gibt.

Neue Details laut aktuellen Medienberichten

Entsprechend aktuellen Pressestimmen (u. a. aus taz, Zeit Online und FAZ) laufen die Gespräche zwischen AfD und BSW weitgehend erfolglos: Das BSW bleibt bei seinem Koalitionsausschluss, will aber pragmatische Personalabsprachen im Landtagspräsidium weiter verfolgen. Unterdessen warnt der DGB davor, dass ein massiver Austausch von Staatsbediensteten droht, sollte die AfD tatsächlich an Einfluss gewinnen – das könnte eine nie dagewesene Beratungswelle für Betroffene auslösen. Die Regierungssituation bleibt brisant, denn ohne verbindliche Mehrheiten drohen instabile Verhältnisse und ein langwieriger Aushandlungsprozess um Ministerpräsidenten- und Kabinettsposten.

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