Zugegeben, in Leipzig ist im Oktober selten schlechtes Wetter – vielleicht ein feiner Zufall, denn die Grassimesse hat es sich ohnehin zur Aufgabe gemacht, Glanz nicht nur ins Museum, sondern auch ins Leben ihrer Besucher zu bringen. Seit 1920 trifft hier alles aufeinander, was in den Werkstätten Europas – und mittlerweile auch weit darüber hinaus – an aktuellen Entwicklungen und intelligenten Konzepten in Sachen Design und angewandter Kunst entsteht. Dieses traditionsreiche Happening ist mehr als ein Markt: Es ist ein Statement für Zeitgeist, Vielfalt und Innovation.
2026 wird das Grassimuseum zur temporären Heimat von 82 detailverliebten Messeständen in weiten Hallen und historischer Pfeilerarchitektur. Im Foyer mischt sich jugendlicher Entdeckergeist – Hochschulgruppen zeigen die Arbeiten der kommenden Generation Designer und Kunsthandwerker. Die besten von ihnen dürfen auf einen der acht hochdotierten Grassipreise hoffen, insgesamt 15.000 Euro winken als Anerkennung für Exzellenz und frische Impulse.
Worüber aber eigentlich alle sprechen: Nachhaltigkeit. Fast jede Arbeit erzählt auf ihre Art von der Notwendigkeit, Materialien klug zu nutzen, Ökologie mitzudenken und Verantwortung zu übernehmen – mal direkt und experimentell, mal poetisch, fast beiläufig. Ausgerechnet die Beschränkung auf den Schutz der Umwelt befeuert hier noch die Kreativität, öffnet Türen für unerwartete Perspektiven und handfeste Innovationen. Es scheint fast, als läge der Zauber des Handwerks gerade heute darin, mit sparsamen Mitteln Großes auszuloten.
Sowieso prallen auf der Messe Gegensätze aufeinander: In den Vitrinen finden sich archaisch inspirierte Keramikgefäße neben futuristisch anmutenden, fast skulpturalen Stücken. Schmuckdesigner balancieren zwischen Naturformen und verspieltem Klassizismus, Holz- und Glaskünstler erfinden althergebrachte Techniken immer wieder neu. Wer genauer hinsieht, erkennt, wie stark die Grenze zwischen Funktion und Kunst verschwimmt.
Eine kleine Revolution in diesem Jahr: Newcomer im Möbeldesign erhalten mehr Sichtbarkeit denn je – unterstützt von smow, die als Partner gezielt mutige Gestalterinnen und Gestalter fördern. Ergänzend dazu steht mit dem "NEUESwagen" ein mobiles Mini-Labor bereit, in dem Besucher zukunftsträchtigen Werkstoffen auf die Spur kommen können – garantiert nicht nur für Branchenprofis ein Erlebnis.
Weitere Details, Öffnungszeiten und Aussteller-Infos finden sich, klar, im Netz: www.grassimesse.de ( https://www.grassimesse.de/ )
(Schlusswort? Ach was, Vorfreude!)
Kontakt für Nachfragen und Medien: Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, Ansprechpartner: Andreas Schmidt, Tel.: +49 341 7104 310, Mail: A.Schmidt@ltm-leipzig.de, www.leipzig.travel
Die Grassimesse Leipzig zählt zu den europäischen Top-Adressen für angewandte Kunst und Produktdesign. Ihre Geschichte, die 1920 begann, verbindet Traditionsbewusstsein mit einer bemerkenswerten Offenheit für neue Tendenzen, etwa nachhaltige Materialwahl oder experimentelles Design. 2026 wird die Messe erneut Treffpunkt internationaler Kreativer, die zwischen Reformwille, Handwerkskunst und künstlerischer Freiheit navigieren; insbesondere die große Rolle von Umweltthemen und die starke Präsentation junger Talente fallen ins Auge. Zudem rückt die Europäische Kommission im Kulturjahr 2024/2025 mit Programmen zur Förderung von nachhaltigem Design die Bedeutung solcher Veranstaltungen in den Fokus. Zeitgleich zieht der Designmarkt europaweit immer mehr Publikum an, nicht zuletzt dank wachsendem Bewusstsein für regionale Wertschöpfung, verantwortungsvollen Konsum und individuelle Gestaltung (Quellen: Staatliche Museen zu Berlin, Sustainable Design Days 2024, European Crafts Days 2024).