Neue Preisdynamik im Energiesektor
Eigentlich dachte man ja, der Sommer bringt uns mal eine kleine Pause beim Preiswahnsinn. Doch das Statistische Bundesamt meldet für den September einen satten Anstieg: 8,7 Prozent mehr im Großhandel als vor einem Jahr. Im Kopf bleibt: Im Februar war es noch wilder, damals lag die Jahresrate bei 9,5 Prozent – das will man sich kaum ausmalen.
Beim Blick tiefer ins Zahlenwerk fällt auf: Mineralölprodukte haben sich besonders ins Zeug gelegt – mehr als 48 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, und im Vergleich zum Vormonat ein Plus von über zehn Prozent! Im Supermarkt sieht man das nicht sofort, aber Wirtschaft und Industrie spüren es wie kalten Wind im Nacken.
Metallbranche und Agrarmarkt: Zwischen Druck und Knappheit
Gaza hier, Iran-Drohkulisse da – man wünscht sich manchmal, Krisen würden einfach Pause machen. Aber das Gegenteil ist der Fall: Wegen der Konflikte und Angebotsengpässe sind Energieprodukte im Großhandel deutlich teurer geworden, und Metalle ziehen nach. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle haben um satte 25 Prozent angezogen – das ist eine Ansage.
Nicht nur Metalle, auch Rohstoffe aus der Landwirtschaft treffen den Geldbeutel: Getreide, Rohtabak oder Futtermittel kosten fast ein Fünftel mehr als noch im Vorjahr. Man ahnt, wie die Kalkulation für Mühlen, Landwirte oder Futtermittelhändler gerade aussieht – eher nervös als gelassen.
Kostenanstiege in Chemie und Technologie
Auch die Chemieindustrie schwingt sich auf: 16 Prozent Preisplus binnen Jahresfrist. Datenverarbeitungsgeräte – sprich, Computer & Co – werden 12 Prozent teurer gehandelt als im Vorjahr. Für Unternehmen, die auf moderne Technik angewiesen sind, ist das eine kaum zu ignorierende Belastung.
Spannend: Während alles teurer zu werden scheint, gibt es bei diversen Lebensmitteln durchaus Lichtblicke. Zum Beispiel lebende Tiere – deren Preise sind um stolze 15 Prozent billiger als im Vorjahr! Verrückt, aber wahr.
Milchprodukte und Fleisch: Günstiger, aber nur relativ
Bei Milch, Eiern, Ölen und Fetten bleibt das Preisniveau im Vergleich zu 2025 fast zehn Prozent niedriger. Auch Fleisch hat im Jahresvergleich nachgegeben – und das, obwohl es gegenüber dem August wieder leicht angezogen ist. Allerdings: Gerade für den Endverbraucher bleibt von dieser Entspannung nur ein kleiner, verzögerter Effekt.
Starke Impulse durch Energie – und die Frage nach dem Ausblick
Dass der Anstieg zum Vormonat mit 1,9 Prozent so steil ist, zeigt eins: Die Kostenspirale dreht sich gerade schneller. Wer viel Energie braucht – egal ob als Produzent von Stahl oder Gebäck – bekommt das besonders zu spüren. Die Entlastungen im Lebensmittelbereich sind zwar willkommen, gleichen aber die starken Kostenanstiege bei Energie und industriellen Vorprodukten nicht aus.
Was bleibt übrig? Das Tempo beim Preisdruck bestimmt in nächster Zeit ziemlich vieles: Von globalen Krisen bis zu den Spritpreisen an der Tanke. Eine Entspannung ist keine ausgemachte Sache. Je nachdem, wie sich Rohstoffmärkte und geopolitische Lage entwickeln, könnte das Preisniveau auch weiterhin vielerorts drücken.
Kurzer Überblick: Großhandelspreise im September
Im September 2026 sind die deutschen Großhandelspreise im Vergleich zum Vorjahr um 8,7% gestiegen, wobei Mineralölerzeugnisse mit einem Plus von fast 49% besonders auffallen. Metalle, Agrargüter und Chemieprodukte legten ebenfalls kräftig zu, während einige Lebensmittel – insbesondere Milchprodukte und Fleisch – günstiger wurden. Monatlich betrachtet zogen die Preise um 1,9% an, was zeigt, dass der Preisauftrieb zuletzt sogar schneller wurde.
Zusätzliche Details aus aktuellen Medien (Recherchiert am 10.06.2024)
Laut der Süddeutschen Zeitung bleibt die Inflationsdynamik in Deutschland insgesamt hoch, wobei die Energiekrise und Transportprobleme weiterhin als wichtigste Preistreiber gesehen werden; Experten warnen vor anhaltend belasteten Lieferketten und möglichen weiteren Preisschüben im Herbst (
Quelle: Süddeutsche Zeitung). Die Frankfurter Allgemeine berichtet, dass viele Unternehmer den Preisdruck zunehmend über Versorgungsketten weitergeben, aber Rabattschlachten bei einigen Konsumgütern die Anpassung der Endverbraucherpreise teils verzögern (
Quelle: FAZ). Beim Spiegel wird zudem betont, dass geopolitische Unsicherheiten – etwa im Nahen Osten – die Ausblicke auf eine rasche Verbesserung bei Energie und Rohstoffen erheblich dämpfen, sodass erstmal nicht mit einem schnellen Rückgang der Vorleistungskosten gerechnet werden kann (
Quelle: Spiegel).