Die deutsche Fußballnationalmannschaft musste beim Debüt von Jürgen Klopp vor heimischem Publikum eine bittere 0:1-Niederlage gegen Griechenland hinnehmen. In Augsburg wollte der Funke so recht nicht überspringen, auch wenn einzelne Ansätze an ein wachsendes Team erinnerten.
Griechischer Nadelstich in verhaltener Partie
Für die Entscheidung sorgte Dimitrios Kourbelis rund 15 Minuten vor Schluss. Nach einem schnellen Flügellauf der Gäste landete der Ball irgendwie in seinem Lauf, Kourbelis zog ab – Joshua Kimmich fälschte ab, der Ball trudelte ins Eck. Torhüter Alexander Nübel schaute dem Geschehen weitgehend machtlos hinterher.
Zähe Offensive, Umstellungen und fehlendes Glück
Das Resultat bedeutete gleichzeitig die erste Pleite unter Trainer Klopp, nachdem zuvor in Amsterdam ein knapper Punkt gegen die Niederlande gelungen war. Vieles hakte im Spiel der Deutschen, unter anderem fehlte es an Tempo und Konsequenz in vorderster Linie. Aber so ist Fußball manchmal: Auch ein abgelenkter Zufallsschuss kann alles entscheiden.
Unvollständiges Puzzle: Verletzungen und Debüt-Stimmung
Verletzungsbedingte Ausfälle – besonders in der Offensive – zwangen Klopp zu einer improvisierten Startelf. Im Tor durfte Alexander Nübel ran, weiter vorne wurde experimentiert. Das Heimdebüt wurde so mehr zur Charakterprüfung als zur Glanzleistung.
Steiniger Weg in der Nations League
Nach zwei Partien in der Gruppe A2 rangiert Griechenland mit Vollausbeute an der Spitze, Deutschland steckt mit einem Punkt im Tabellenmittelfeld fest. Die Nations League hat für das DFB-Team nun die Funktion einer Zwischenbilanz: Entwicklungspotenzial bleibt, Fragen nach Defensive und Effizienz auch.
Kurzes Fazit
Gegen Griechenland kassiert Deutschland im ersten Heimspiel unter Klopp eine knappe, aber verdiente Niederlage, weil der Spielfluss ins Stocken gerät und offensiv wenig gelingt. Verletzungsprobleme erschweren die Lage ebenso wie glücklich abgefälschte Gegentore.
Neue Infos & Kontext
Laut taz wächst der Druck auf Jürgen Klopp, da von Beginn an hohe Erwartungen an seine Amtszeit geknüpft wurden; die Medien diskutieren schon offen über fehlende spielerische Fortschritte und kritisieren die geringe Effektivität vor dem Tor.
Der Spiegel hebt hervor, dass ausgerechnet die jungen Spieler, auf deren Frische man gehofft hatte, bis jetzt weitgehend blass geblieben sind.
Überraschend ist allerdings, dass laut FAZ die griechische Mannschaft nicht nur leidenschaftlich verteidigte, sondern phasenweise auch Kontrolle über das Mittelfeld übernahm – was Beobachter so nicht erwartet hatten.
Blick nach vorn
Für Deutschland wird entscheidend, sich in den kommenden Nations League-Spielen zu stabilisieren. Sollte die Offensive weiterhin lahmen, könnten Umstellungen und neue Impulse im Kader notwendig werden.