Frische Daten aus dem Münchner Ifo-Institut werfen einen etwas anderen Blick auf die Wirkung des Tankrabatts: Während die Preise für Super E5 um 17 Cent, für Super E10 um 16 Cent und Diesel immerhin um 12 Cent unter den Werten vergleichbarer europäischer Tankstellen ohne Rabatt lagen, landete der Rabatt nicht überall gleichmäßig. Das Superbenzin profitierte fast komplett, aber bei Diesel hakte es – etwa 73 Prozent des Vorteils kamen tatsächlich an den Zapfsäulen an. "Ohne diesen Tankrabatt wären wir im gesamten Juni bei Super weiterhin über der Zwei-Euro-Marke pro Liter geblieben – davon kann man wohl ausgehen", erklärte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft. Doch der Rabatt entfaltet sich nicht auf ewig: Mit dem Ende der Maßnahme am 30. Juni dürfte im Juli wieder eine Preisanhebung drohen. Maßgebliches Kriterium bleibt dabei wie immer der Ölpreis – und der ist jüngst sogar etwas nach unten gegangen, wie Ramona Schmid vom selben Ifo-Team erläutert. Die Experten halten das Auslaufen des Rabatts für folgerichtig, denn so günstig war die Maßnahme nun auch wieder nicht: Rund 1,6 Milliarden Euro kostete das dem Staat. Allerdings wurde beim Diesel ein Teil der Subvention offenbar von den Mineralölunternehmen einbehalten, wie Christian Gréus betonte. Vielleicht bleibt am Ende die Hoffnung: Sollte sich zwischen den USA und Iran etwas entspannen, könnte sich alles von selbst einrenken – zumindest am Kraftstoffmarkt.
Das Ifo-Institut hat festgestellt, dass der Tankrabatt in Deutschland größtenteils, aber nicht vollständig bei den Verbrauchern angekommen ist, insbesondere beim Diesel, wo etwa ein Viertel des Rabatts offenbar von der Mineralölwirtschaft einbehalten wurde. Die Maßnahme hat dem Staat rund 1,6 Milliarden Euro gekostet, während Experten vor steigenden Preisen im Juli warnen, sollte der Rabatt auslaufen – allerdings könnte auch der momentan sinkende Ölpreis etwas Entlastung bringen. Nach aktuellen Berichten verschiedener Medien, darunter taz, der Spiegel und FAZ, werden die Diskussionen um Preisregulierung, staatliche Hilfen und die tatsächliche Wirkung auf die Märkte angesichts weiter schwankender Energiepreise immer kontroverser geführt – während Umweltinitiativen warnen, dass kurzfristige Eingriffe langfristige Mobilitätswenden eher bremsen könnten. (Ausbau: In mehreren Zeitungsartikeln werden teils starke Preissteigerungen nach Auslaufen der Subventionen befürchtet; außerdem werfen Kritiker der Bundesregierung mangelnde Kontrolle über die genaue Weitergabe der Mittel vor. Außerdem wird über das langfristige Ziel debattiert, durch gezielte Investitionen und Energiesteuern nachhaltigere Alternativen zu fördern, statt vorwiegend kurzfristige Entlastungen zu bieten. Der Ölpreis bleibt volatil, da geopolitische Entwicklungen ebenso eine Rolle spielen wie die anhaltende Diskussion über die Energiesicherheit in Deutschland und Europa.)