Seit über einem Jahrzehnt rollt Marta Binder mit beeindruckender Ausdauer und Zielstrebigkeit durch Deutschland – mal durch Wind und Wetter, mal bei Sonnenschein, immer im Dienst der guten Sache. Mit jeder Pedalumdrehung sammelt sie Spendengelder für Mikroschulen in Ghana, damit Kinder dort lesen, schreiben, rechnen lernen können – alles, was ein selbstbestimmtes Leben eben braucht. Freunde, Familie und Unternehmen wie Wertgarantie unterstützen sie, manche schon Jahre. Ein Euro pro Kilometer – klingt einfach, ist aber auf die Dauer gewaltig, denn Marta hat bereits weit über zwei Millionen Meter im Sattel verbracht. Ganz ehrlich: Manchmal komme ich beim Gedanken an so viel Beharrlichkeit selbst ins Grübeln, warum eigentlich so wenige Menschen in ihrem Alter noch Herzblut ins Ehrenamt stecken.
Marta selbst sagt: 'Solange ich noch treten kann, höre ich nicht auf. Sonst hört alles andere irgendwann auch auf.' Fast philosophisch. Und doch steckt pure Lebenserfahrung darin. Sie geht die Sache pragmatisch an: angepasste Etappen, gutes (nun noch besseres) Rad, keine Hektik. Und immer mit dem Ziel, den Kindern in Ghana ein kleines Bildungswunder zu ermöglichen. Ihre Touren werden von Linexo nicht nur mit Spenden, sondern auch mit praktischer Unterstützung begleitet. Die neue Radgutschrift sichert ihr Komfort und Mobilität für hoffentlich viele weitere Jahre. Bedenkt man, wie oft Ältere ausgebremst werden, ist das ein geradezu trotziges Zeichen.
Martas Spendenreise ist im Übrigen keine One-Woman-Show: Hinter jeder Mikrospende steckt ein Netzwerk, das über Ghana hinaus für Chancen sorgt – insbesondere auch für Mädchen, die sonst oft übersehen werden. 'Jeder Kilometer ist Zukunft', sagt Viktoria Zwerschke von Opportunity International. Und tatsächlich: Bildung, die durch Bewegung wächst. Ach ja, und einen runden Kopf braucht Marta ebenfalls. Dank des Linexo-Rundumschutzes kann sie auf ihren Touren den Gedanken nachhängen, neue Kontakte knüpfen oder einfach mal Kilometer sammeln, ohne sich über eventuelle Pannen den Kopf zerbrechen zu müssen.
Wer jetzt glaubt, dass es damit gut ist, täuscht sich. Das nächste Ziel: noch eine „Erdumrundung“ auf dem Rad. Da könnte man fast neidisch werden – oder eben einfach fasziniert. Ich sowieso.
Dr. Marta Binder aus Hannover, mittlerweile 80 Jahre alt, widmet sich mit großer Leidenschaft dem Langstreckenradeln für den guten Zweck. Ihre Kilometer – es sind mittlerweile über 50.000 – werden in Spenden für Mikroschulen in Ghana umgewandelt, organisiert von Opportunity International Deutschland. Besonders erwähnenswert: Der Fokus der Organisation liegt auf Mikrokrediten für Schulen in benachteiligten Regionen, mit besonderem Augenmerk auf Mädchenbildung. Bemerkenswert ist, dass sich Marta von Rückschlägen oder gesundheitlichen Bedenken nicht abhalten lässt – ganz im Gegenteil, sie nutzt ihren Ruhestand, um noch aktiver für andere zu werden. Ihr Engagement wurde jüngst durch eine neue Radgutschrift von Linexo belohnt, die ihr weitere Anreize für zukünftige Touren bietet. In den deutschen Medien sind auch andere ältere Menschen aktiv im Ehrenamt, aber das kontinuierliche Fahrrad-Engagement auf diesem Niveau bleibt eine Seltenheit. Die Resonanz auf Martas Wirkungskreis unterstreicht, wie eine Einzelne Generationen übergreifend Hoffnung und Perspektiven geben kann.
Aktuelle Recherchen zeigen, dass Bewegungsprojekte für Bildung und Resilienz momentan verstärkte Aufmerksamkeit bekommen. Insbesondere der radbasierte Aktivismus für Entwicklungshilfe und die Förderung von Mobilität im Alter stehen durch Martas Initiative erneut im Fokus gesellschaftlicher Debatten. Öffentliche und private Förderung solcher Projekte wächst ebenso wie die Zahl ehrenamtlicher Vorbilder in hohen Altersgruppen.