Überraschendes Aus für neue Pressesprecherin
Kaum hatte sich Katie Zacharia im Amt eingerichtet, wurde schon wieder die Laufbahn gebremst: US-Präsident Donald Trump trennte sich nach nur wenigen Tagen von seiner neuen Kommunikationschefin. Auf verschiedenen Kanälen berichteten informierte Kreise am Freitag von einer – zumindest nach außen – freiwilligen Entscheidung, die Zacharia wohl nahegelegt wurde.
Dabei war Zacharia gerade erst gestartet
Erst am 9. Oktober stand sie offiziell als White-House-Sprecherin vor der Presse. Fast schon tragikomisch: Kaum Zeit, um ins Büro ein paar persönliche Dinge zu stellen, da musste sie ihrem Chef offenbar zeigen, wie sie mit Schweigen und Spott umgeht. Trump soll ihr früh abgeraten haben, nach den ersten Rückmeldungen weiterzumachen.
Pannen beim ersten Aufritt
Ihre Premiere am Rednerpult dauerte eine knappe Viertelstunde – allerdings ging da bereits einiges schief: Zacharia patzte mehrmals verbal, wirkte unsicher und wurde in sozialen Medien regelrecht zerrupft. Trump selbst hatte ihr zunächst noch freundlich auf die Schulter geklopft, aber die öffentliche Resonanz ließ ihn angeblich schnell umschwenken.
Altlasten kommen ans Licht
Brisant wurde die Personalie aber vor allem durch ihren Werdegang: Zuvor in leitenden Positionen beim Heimatschutzministerium und in Trumps Medienunternehmen tätig, hatte Zacharia als konservative Kommentatorin bei Fox News und Newsmax polarisiert. Besonders heikel: Ihre Unterstützung von QAnon, öffentlich geäußerte Zweifel an grundlegenden rechtsstaatlichen Prinzipien und eine toxische – und sachlich völlig abwegige – Behauptung über die Inhaltsstoffe von Abtreibungspillen.
Kritik von Überlebenden und Wissenschaftlern
Die polnische Gedenkstätte Auschwitz widersprach Zacharias Chemikalien-Vergleich via X (früher Twitter) scharf und nannte ihre Behauptung nicht nur unzutreffend, sondern gefährlich. Die Welle der Kritik ebbte kaum ab – und so endet eine beispiellose Kurzzeitkarriere, bevor sie überhaupt Fahrt aufnehmen konnte.
Immer wieder Rotation im Trump-Team
Der schnelle Personalwechsel unterstreicht, wie ruppig es in Trumps Rekrutierungspraxis zugeht. Eine Sprecherin ist das mediale Aushängeschild jeder Präsidentschaft, aber in Trumps Orbit scheint dieses Amt besonders unter Stress zu stehen. Eine Station, die schon viele kamen und gingen sah.
Kurzlebige Karriere und kommunikative Turbulenzen
Zacharia musste ihren Schreibtisch nach nur einer Woche räumen – keine Seltenheit im Trumpschen Weißen Haus, wo allein die Zahl der Pressesprecher im Vergleich zu früheren US-Regierungen auffallend hoch ist. Der Rausschmiss nach erstem Fehltritt und altbekannten Kontroversen zeigt, wie wenig Zeit neue Gesichter im Team Trump manchmal bekommen, um Fuß zu fassen. Die Empörung über ihre Äußerungen zur Holocaust-Geschichte und rechte Randbereiche schlugen hohe Wellen, auch, weil gerade im Wahljahr jede misslungene Personalie öffentlich seziert wird.
Neue Details aus aktuellen Medien
Laut neuesten Berichten ist der Umgangston in Trumps Umfeld weiterhin deutlich rauer geworden: Bereits nach dem misslungenen Auftritt wurde intern massiv über Zacharia diskutiert, sie selbst habe ihren Rückzug als "notwendig zum Schutz der Administration" bezeichnet. US-amerikanische Politkommentatoren sehen im Vorfall ein weiteres Signal für die zunehmende Radikalisierung und Unberechenbarkeit innerer Prozesse im Weißen Haus, gerade auch, was den Umgang mit öffentlicher Kritik und Aufarbeitung von Fehlern angeht. Zugleich gibt es politische Beobachter, die meinen, Trump wähle bewusst riskante Figuren, nur um sie nach Bedarf ohne großes Zögern wieder abzustoßen.