Ein Dämpfer aus Monaco
Manchmal läuft es so: Über eine Stunde ist auf Augenhöhe, doch zum Ende hin reißt der Faden. So geschehen bei Freiburgs Spiel gegen den AS Monaco in der zweiten Runde der Conference-League-Gruppenphase – Endstand 0:3.
Der Knick: Brunners Tor vor dem Pausenpfiff
Die erste Halbzeit? Zäh wie alter Kaugummi. Viel Mittelfeldgeplänkel, Sicherheit vor Risiko. Doch dann: Nachspielzeit, ein weiter Ball, per Kopf verlängert, Brunner sprintet durch, Kübler kann nicht mehr folgen. Monaco führt, das Momentum kippt.
Freiburg rennt an, Monaco trifft
Nach Wiederanpfiff versuchten die Freiburger zwar Druck zu machen. Aber die Genauigkeit fehlte – Großchancen blieben ungenutzt. In der 83. Minute machte Camara mit dem 2:0 fast schon den Deckel drauf, ehe Fati in der Nachspielzeit Freiburg endgültig den Abend verdarb.
Bayern vor der Brust, Trabzon im Blick
Der nächste Gegner könnte kaum schwerer sein. Am Sonntag stehen die Freiburger vor dem Bundesliga-Duell mit Bayern München, nächste Woche geht die europäische Tour weiter nach Trabzon. Die englischen Wochen fordern nicht nur die Beine – auch im Kopf muss jetzt alles sitzen.
Blick nach vorn – und ein paar Fragezeichen
Die erste Pleite in der Conference League schmerzt, klar. Aber es bleiben weitere Chancen – solange die Gruppe läuft, ist alles möglich. Gegen Bayern geht es um Selbstvertrauen, gegen Trabzon um Punkte. Die größte Baustelle? Sicherlich die Defensive in der Schlussphase und eine bessere Chancenverwertung. Neuer Mut für die kommenden Aufgaben ist gefragt, denn sonst kann so eine Woche schnell doppelt wehtun.
Freiburgs Europa-Hoffnungen erhalten ersten Kratzer
Die Niederlage in Monaco bremst den Schwung des SC Freiburg, zeigt aber auch, wie fragil Führung und Spielglück im internationalen Wettbewerb sein können – insbesondere wenn individuelle Fehler oder nachlassende Konzentration kurz vor der Pause zuschlagen. Trainer Christian Streich steht nun vor der Aufgabe, seine Mannschaft für zwei anspruchsvolle Aufgaben – zuerst Bundesliga gegen Bayern München, dann Conference League bei Trabzonspor – rasch wieder aufzurichten. Laut aktuellen Berichten aus der Fußballszene ist die Personallage beim SC weiter angespannt: Verletzungssorgen um einige Spieler erschweren die Vorbereitung zusätzlich, während der Druck in der Bundesliga nach einer kleinen Negativserie steigt. Besonders auffällig: Die Freiburger Defensive zeigte sich in den letzten Partien verwundbar, wie etwa auch im Spiel gegen Leverkusen, wo die Mannschaft mehrfach ausgespielt wurde (siehe Analyse der
Spiegel). International bleibt der Turniermodus der Conference League offen genug, sodass trotz der Pleite gegen Monaco das Weiterkommen aus eigener Kraft möglich ist (Analysen laut
Süddeutsche). Auffällig ist außerdem, wie die Reisestrapazen und die hohe Belastung durch die vielen Spiele sowohl auf Leistungsfähigkeit als auch Organisation im Verein durchschlagen – ein Thema, das in diversen Bundesligaclubs gerade heiß diskutiert wird (
Zeit).