Klingt nach einem Experiment, war aber lebendige Realität: Eine Woche lang tüftelten internationale Teams aus angehenden Kulturvermittlern, IT-Nerds und Querdenkern gemeinsam an praktischen Fragen rund um unser kulturelles Erbe – und das alles im Rahmen der European University Allianz E³UDRES² an der FH St. Pölten. Im Zentrum stand die Herausforderung, wie KI jenen – oft angestaubten – Kulturbestandteilen neues Leben einhauchen kann. Fünf Kultur- und Wirtschaftsunternehmen aus Niederösterreich und Wien – man stelle sich einmal das bunte Durcheinander im Festspielhaus St. Pölten oder der ehrwürdigen Wiener Staatsoper vor – haben den Studierenden ihre Sorgen, Hoffnungen und Anforderungen anvertraut.
Die Aufgaben waren so unterschiedlich wie die Leute, die sie bearbeiteten: Während einige Teams versuchen sollten, jüngere Menschen ins Kino Paradiso zu holen, galt es für andere, die Traditionsgeschichte von Agrana Zucker Hohenau mit Hilfe von KI zeitgemäß zu erzählen. Noch andere machten sich an die Mammutaufgabe, für die Walzengravieranstalt Guntramsdorf neue Möglichkeiten des Museumsbesuchs zu entwickeln. Was hier auffällt: Der Austausch zwischen Regionen, Fachrichtungen und eigenen Denkgewohnheiten brachte viele originelle Ergebnisse ans Tageslicht – aber ganz ehrlich, wirklich fertig ist man da wohl nie, und das ist auch gut so.
Ein guter Teil des Projekts war übrigens der Austausch vor Ort – Besuche bei den Challenge Ownern, eine Prise Wiener Kaffeehausflair beim Stadtbummel, Netzwerken im Rathaus. Am Ende präsentierten die Teams an der FH St. Pölten ihre Ideen, die von spielerischen KI-Guides bis zu datenbasierten Empfehlungen für neue Kulturprojekte reichten. "Die Studierenden haben uns mit ihrer Außensicht ordentlich durchgeschüttelt und inspiriert", sagt Viktoria Schaberger vom Cinema Paradiso, "wir hoffen, dass wir in Zukunft noch öfter gemeinsam herumspinnen dürfen."
Fazit aus meiner Sicht: Solche Projekte zeigen, wie viel Schwung die Verknüpfung europäischer Hochschulen ins regionale Alltagsleben bringen kann – und dass Künstliche Intelligenz weit mehr ist als ein Modewort.
Das E³UDRES² Intensive I Living Lab schafft eine Bühne für Studierende und Kulturbetriebe, auf der sie gemeinsam neue digitale Wege der Kulturvermittlung erproben – getragen vom Charme echter Teamarbeit und unterstützt durch das Erasmus+-Programm. Die bandbreite der Ideen reicht von spielerischen KI-Lösungen, die junge Menschen anlocken sollen, bis hin zur Neuinterpretation historischer Unternehmensgeschichten. Auch externe Quellen wie die Süddeutsche Zeitung und FAZ heben hervor, wie europäische Bildungsinitiativen regionale Herausforderungen angehen und dabei Synergien für nachhaltigen Kulturaustausch schaffen. In aktuellen Berichten wird betont, wie Digitalisierung und kulturelle Innovationen ländliche Regionen stärken und der internationale Austausch Impulse für neue Bildungs- und Kooperationsmodelle liefert. So zeigen vergleichbare Programme etwa, wie Hochschulnetzwerke aus Deutschland und Österreich gezielt auf die Bedürfnisse regionaler und lokaler Partner eingehen, die Zusammenarbeit mit Unternehmen und kulturellen Institutionen forcieren und auf diese Weise zum Brückenbauer zwischen Generationen und Kulturen werden.