Lehrerverband pocht auf besseren Hitzeschutz an deutschen Schulen

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands fordert vom Bund mehr Fördermittel, um überhitzte Schulgebäude endlich zukunftsfähig zu machen.

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Zugegeben, manchmal fragt man sich, warum manche Themen immer wieder wie ein Bumerang zurückkommen. Hitze in Klassenzimmern zum Beispiel – eine alte Leier, die Jahr für Jahr an ein und demselben Problem kratzt: Während die einen an klimatisierten Arbeitsplätzen sitzen, schwitzen viele Schülerinnen und Schüler samt Lehrkräften in überhitzten Schulhäusern. Mich erinnert das fast an jene nicht enden wollenden Sommernachmittage im Klassenraum, bei denen jeder Ventilator zum Heiligen Gral wurde. Stefan Düll, Chef des Deutschen Lehrerverbands, hat die Debatte jetzt erneut ins Rollen gebracht. Im Gespräch mit der 'Rheinischen Post' bemängelte er, dass die Mehrheit der deutschen Schulen, besonders die älteren, dem Hitzestress so ziemlich schutzlos ausgeliefert ist. Klar, bei Modernisierungen würden inzwischen Lüftungsanlagen eingebaut – aber Hand aufs Herz: Das sind meist keine richtigen Klimaanlagen, sondern allenfalls etwas bessere Frischluftzufuhr. Düll findet deutliche Worte: Ohne kräftige finanzielle Unterstützung vom Bund bleibe ein echter Wandel aus. Aktuell gebe es zwar in manchen Bundesländern Einzelinitiativen für Neubauten oder Modernisierungen, insgesamt fehle aber ein strukturiertes Bundesprogramm gegen den Sanierungsstau. Ein Flickenteppich also, über den sich so mancher beim Gedanken an erneut drohende 40-Grad-Tage verzweifelt den Schweiß von der Stirn wischt. Übrigens: Dass ausgerechnet Schulen – Orte, an denen Zukunft gebaut wird – beim Hitzeschutz so oft Schlusslicht sind, bleibt ein Rätsel, das mich restlos ratlos macht.

Der Lehrerverband macht erneut Druck: Gerade ältere Schulen kämpfen weiterhin mit extremer Hitze im Sommer. Die bisherige Praxis, im Zuge von Sanierungen Lüftungsanlagen einzubauen, reicht nach Ansicht von Präsident Düll bei Weitem nicht aus – zumal diese meist keine echten Klimaanlagen ersetzen. Dringend gefordert werden deshalb zusätzliche Finanzmittel vom Bund, um den großen Sanierungsstau insbesondere beim Hitzeschutz in Angriff zu nehmen. In den letzten Tagen wurde die Forderung auch durch Vorstöße verschiedener Eltern-, Schüler- und Umweltgruppen befeuert, die auf die Gefährdung von Gesundheit und Bildungserfolg hinweisen. Laut aktuellen Medienberichten debattiert die Politik zwar hitzig (kein Wortspiel!), doch konkrete bundesweite Maßnahmen lassen noch auf sich warten. EU-weit wird indes diskutiert, ob verpflichtende Hitzeschutzstrategie für öffentliche Gebäude eingeführt werden sollen. Auch der Deutsche Wetterdienst warnt, dass Hitzewellen in Zukunft häufiger werden – damit steigt der Handlungsdruck weiter.

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