Lugner City kratzt an Umsatzspitzen – Wiener Einkaufszentrum sprengt eigene Rekorde

Wien – Mehr geht (fast) nicht: Mit einem Jahresumsatz von über 156 Millionen Euro hat die Lugner City 2025 sich selbst übertroffen. Schon jetzt scharren die Betreiber mit den Hufen für 2026 – trotz Wirtschaftsbremse. Volle Mieteinnahmen, ein glänzendes Kino und ein randvoller Eventkalender lassen auf noch mehr hoffen.

heute 18:02 Uhr | 2 mal gelesen

Es gibt Zahlen, die selbst abgebrühte Wirtschaftsjournalisten stutzen lassen: Wenn ein Shoppingcenter mitten in Wien sein mit Abstand bestes Jahr seit Eröffnung feiert, hört die Stadt auf und staunt. Ein Grund für den Erfolg? Jacqueline Lugner, die das Zepter fest in der Hand hält, verweist trocken auf die ständigen Sanierungen und den eigentlich unschlagbaren Standort. Die Fassaden bekommen einen neuen Anstrich, aber nicht nur äußerlich will man glänzen. 'Wir investieren, weil wir dran glauben – und weil’s nach wie vor läuft', sagt sie. Interessant: Mancherorts gammeln Einkaufszentren am Stadtrand vor sich hin – hier dagegen geht es Schlag auf Schlag. Das Kino, dem immer mal wieder die Prognosen eines leisen Endes gestellt wurden, trotzt jeder Streaming-Welle. Gründe gibt es zwei: Publikumslieblinge auf der Leinwand und ein Angebot, das auch internationale Filmliebhaber abholt. Apropos Lage: Die Nähe zur Wiener Stadthalle, dazu eine U-Bahn quasi vor der Haustür und der gefühlt nie belegte Parkplatz – das zieht. Events sind hier eher die Regel als die Ausnahme. Im Oktober reihen sich Auftritte, Modeschauen und laute Nächte aneinander. Dass man letzten Samstag zu Balkan-Beats tanzte und demnächst in die Gruselparty rutscht, passt zum Spirit – etwas launig, aber immer am Puls.

Die Lugner City konnte ihren Umsatz 2025 massiv steigern und erwartet für das Folgejahr weiteres Wachstum, getragen vom Mix aus Modernisierung, Top-Lage und einem stets vollen Veranstaltungskalender. Geschäftsführerin Jacqueline Lugner sieht den Erfolg nicht als Zufallsprodukt: Kontinuierliche Investitionen und die Vielseitigkeit des Angebots – etwa im Kino-Sektor oder bei Events – würden für die permanente Anziehungskraft sorgen. Recherchen zeigen, dass Einkaufszentren in Mitteleuropa aktuell wieder vermehrt auf Erlebnis und Begegnungen setzen, um sich gegen Online-Handel zu behaupten: Laut aktuellen Berichten von taz und SZ stehen vielerorts Modernisierungen an, verbunden mit einem Fokus auf Lokalität und Gastronomie. Durch den Trend, Einkaufszentren als soziale Orte neu zu definieren, empfiehlt sich die Lugner City als Paradebeispiel in einer sich wandelnden Branche.

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