MARKHOF in Wien: Wie die WKBG mitfinanziert, damit Kreativität, Austausch und Arbeit neue Räume finden

In Wien entsteht ein Ort, der mehr als nur Arbeitsplatz ist: Der MARKHOF vereint Co-Working, Ateliers und Räume für Veranstaltungen unter einem Dach – jetzt auch grundlegend umgestaltet, dank der Unterstützung durch die WKBG.

30.10.26 10:25 Uhr | 12 mal gelesen

Manchmal braucht es für große Ideen eben auch das nötige Kleingeld – oder, wie im Fall des MARKHOF in Wien, die richtige Finanzierung und Partner wie die Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank AG (WKBG). Im August 2021 entschloss sich die WKBG dazu, mit einer Mischung aus Beteiligung und Bürgschaften den Umbau und die Neugestaltung der vielseitigen Räume zu ermöglichen. Die Beteiligten ließen es sich dabei nicht nehmen, persönlich vor Ort das Ergebnis zu begutachten – beim Open Day, an dem die Türen geöffnet und das bunte Angebot für Neugierige erlebbar wurde.

MARKHOF selbst ist dabei so etwas wie ein Mikrokosmos des kreativen Arbeitens: Seit Januar 2017 finden unter seinem Dach Coworking-Arbeitsplätze, Künstler-Ateliers, Studios für unterschiedliche Ausdrucksformen und Räume für unterschiedlichste Veranstaltungen Platz. Vielleicht ist es diese Mischung aus Struktur und Freiheit, die den Ort für viele so anziehend macht – die alten Mauern fassen das Neue, ohne es allzu sehr einzuzwängen. Die frische Finanzierung bedeutete neue Gestaltungsspielräume für Workshops, Meditationen, Tanzveranstaltungen oder auch gemeinsames Kochen, so dass die Nutzungsmöglichkeiten heute so vielseitig sind wie die Menschen, die sie beleben.

Florian Zellmann, der WKBG-Vorstand, bringt es treffend auf den Punkt: „Wir wollen mit unseren Instrumenten nicht nur Geld geben, sondern Räume für Entwicklung schaffen.“ Das Zusammenspiel aus Beteiligung am Unternehmen und Bürgschaften ist dabei keine alltägliche Finanzierungslösung. Aber vielleicht braucht ein Projekt wie der MARKHOF eben auch keine alltäglichen Mittel.

Ein kleines, aber feines Detail am Rande: Beim Open Day traf sich ein bunter Mix aus Leuten zu Führungen, probierte ukrainische Chormusik, bestaunte eine Krav-Maga-Demonstration oder schnupperte einfach mal in die Ateliers. Und plötzlich wird spürbar – hier ist Begegnung nicht bloß ein Schlagwort, sondern gelebte Realität. Weitere Einblicke und handfeste Infos gibt’s übrigens direkt auf der MARKHOF-Website. Und wer mal reinschauen möchte, sollte das besser früher als später tun – die spannendsten Plätze sind oft schneller voll als gedacht.

Der neu gestaltete MARKHOF ist inzwischen ein Paradebeispiel dafür, wie gezielte Finanzierung durch Institutionen wie die WKBG Kreativwirtschaft, gemeinsames Arbeiten und Veranstaltungsformate an einem Ort zusammenwachsen lassen kann. Die Kombination aus klassischen Coworking-Spaces, künstlerischen Atelierflächen und Veranstaltungsorten öffnet neue Perspektiven für Gründer:innen, Kreative oder Freiberufler. Laut aktuellen Berichten gewinnt solche hybride Nutzung in urbanen Zentren – gerade nach der Pandemie – auch international an Bedeutung, weil sie auf unterschiedlichste Bedürfnisse flexibel reagieren kann. Der MARKHOF zeigt, wie Räume der Begegnung mit kluger Förderung entstehen, aber auch, dass Offenheit und Diversität keine hohlen Schlagworte bleiben müssen. Noch spannender: Angesichts steigender Nachfrage nach flexiblen Arbeitsmodellen haben viele Städte in Europa längst erkannt, dass solche Orte einen wichtigen Beitrag zum sozialen und wirtschaftlichen Miteinander leisten. NEUE INFOS (Stand: Juni 2024): - Nach Recherche weiterer Medienberichte (taz, Spiegel, Süddeutsche, Zeit) sieht man, dass die Entwicklung hybrider Arbeitsmodelle gerade in Städten wie Wien weiterhin rasant verläuft – oft getrieben durch Kooperation zwischen öffentlicher Hand, Kreativbranchen und Start-up-Community. - Die Nachfrage nach multifunktionalen Flächen wie dem MARKHOF wird durch die Flexibilisierung der Arbeitswelt weiter wachsen. Der Trend, Arbeit, Begegnung und kulturelle Formate zu mischen, wird quer durch Europa von innovativen Städten übernommen.

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