Ein Abend zum Vergessen in der BayArena
Es gibt Tage im Fußball, da will der Ball einfach nicht über die Linie. Genau so einen musste Bayer Leverkusen nun gegen Marseille hinnehmen. Auf dem Papier ein Duell auf Augenhöhe – auf dem Rasen ein zähes Ringen, das letztlich die Franzosen für sich entschieden.Unsichere Anfangsphase – Flekken rettet früh
Die Anfangsviertelstunde gehörte klar den Gästen. Ohne Mark Flekken und dessen Parade gegen Gouiri hätte es schon nach sieben Minuten düster ausgesehen. Danach schien Leverkusen aufzuwachen, ein wenig, denn wirklich zwingend wurde es nach vorne selten. Latte statt Jubel
Kurz vor dem Pausentee dann doch so etwas wie ein Aufbäumen: Gutierrez probierte es, der Ball wurde noch abgefälscht, doch das Aluminium verhinderte das 1:0. Manchmal wünscht man sich in solchen Momenten, das Glück würde sich nicht immer den anderen zuneigen – aber so ist Fußball. Ein Fehlpass, ein Schuss – das Tor
So ein Treffer, wie er dann fiel, trifft eben doppelt: Ballverlust Bayer, Gouiri tanzt durch, zieht ab, drin. 77 Minuten waren da schon gespielt; viel Zeit blieb dem Gastgeber nicht mehr, den Rückstand wettzumachen. Aber gegen eine französische Mannschaft, die so gut wie nichts mehr zuließ, rennt man dann wie gegen eine Betonwand. Erstmalig ohne Punkt
Bis zum Schluss bemühte sich die Werkself, aber wie schon so oft im Fußball verlierten nicht die Verzweifelten, sondern die Geduldigen mit dem einen entscheidenden Moment. Für Leverkusen ist diese Niederlage, speziell nach der bis dahin mustergültigen Gruppenphase, ein kalter Dämpfer. Trotzdem – alles vorbei ist damit nicht, aber einfacher wird es auch nicht.
Kurzfazit: Zäher Abend für Leverkusen
Leverkusen unterliegt am vierten Europa-League-Spieltag Marseille unglücklich mit 0:1 und verliert erstmals in dieser Saison Punkte. Gouiri bestrafte einen Fehler eiskalt und sicherte Marseille mit seinem späten Tor einen wichtigen Sieg. Die Heimelf war zwar bemüht, biss sich aber an der kompakt stehenden Abwehr der Franzosen die Zähne aus.
Hintergrund & weitere Fakten
Olympique Marseille profitierte von einem individuellen Fehler der Gastgeber und zeigte sich erneut als unbequemer Gegner auf europäischem Terrain. Für Bayer 04 bedeutet die Niederlage einen Dämpfer im Rennen um den Gruppensieg, wobei besonders die eigene Offensive enttäuschte – ein Problem, das sich zuletzt auch in der Liga zeigte. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Leverkusen ohne Tagesform gegen abgezockte internationale Gegner zu knacken ist; einige Experten kritisieren auch die mangelnde Flexibilität in entscheidenden Spielsituationen.
Aktuelle Ergänzungen aus der Presse
Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, dass Leverkusen trotz statistischer Überlegenheit keinen Weg durch Marseilles Defensive fand und betont den psychologischen Effekt dieser Niederlage auf den weiteren Saisonverlauf (Quelle:
FAZ). Laut der "Süddeutschen Zeitung" geriet das Leverkusener Offensivspiel bereits nach einer starken Anfangsphase ins Stocken, was auch aufgrund fehlender kreativer Impulse aus dem Mittelfeld passierte (Quelle:
Süddeutsche). Im Spiegel wird betont, dass Marseille nach diesem Dreier wieder in Schlagdistanz zur Gruppenführung ist und Trainer Gennaro Gattuso besonders die taktische Disziplin seines Teams lobte (Quelle:
Der Spiegel).