Bereits nach neun Minuten klingelte es im Kasten der US-Amerikaner – De Ketelaere staubte nach einer Vorlage von Raskin eiskalt ab. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Tillman, dessen Freistoß Vanaken unglücklich abfälschte, ließ für die USA nur kurz Hoffnung aufkeimen. Fast im direkten Gegenzug konterte De Ketelaere mit einem Kopfball, Tor Nummer zwei auf belgischer Seite. Nach dem Seitenwechsel dann die Szene, die man als US-Fan wohl noch länger in trauriger Erinnerung behält: Freese fackelte zu lange, Vanaken fackelte gar nicht und schob den Ball aus gefühlt unendlich weiter Entfernung ins leere Tor – 3:1, eine Art Vorentscheidung. Die Amerikaner bäumten sich zwar auf, aber irgendwie hatte man das Gefühl, dass an diesem Tag kein Durchkommen gegen Belgien war. In der Nachspielzeit besiegelte ausgerechnet Lukaku, der zuvor etwas blass geblieben war, nach einem kapitalen Patzer der USA das endgültige Aus. Schwungvoll, manchmal wild, aber immer konsequent – Belgien muss sich, ehrlich gesagt, nach diesem selbstbewussten Auftritt vor Spanien im Viertelfinale nicht verstecken. Für die USA ist das Aus zu Hause mehr als ernüchternd, vor allem nachdem die Hoffnungsträger kaum Akzente setzen konnten. Ein kleiner Skandal rund um die aufgehobene Rotsperre für Folarin Balogun hing über der Partie, doch am Ende war es schlicht belgische Qualität, die den Unterschied ausmachte. Manchmal ist eben wirklich der Bessere weiter – auch, wenn die Kulisse etwas anderes erhofft hatte.
Die Begegnung zwischen Belgien und den USA bei der diesjährigen Fußball-WM wurde nicht nur sportlich durch Belgien dominiert, sondern auch durch das mediale Echo rund um Folarin Balogun begleitet. Belgien setzte mit schnellem Umschaltspiel, klugem Stellungsspiel und eiskalter Chancenverwertung die Akzente, während die US-Auswahl trotz Heimvorteils selten gefährlich wurde. Mit dem klaren Resultat zieht Belgien ins Viertelfinale gegen Spanien ein, während die Debatte um Regelentscheidungen und enttäuschte Hoffnungen den Gastgeber begleiten. Nach aktueller Medienberichterstattung sind besonders Belgiens mannschaftliche Geschlossenheit, der individuelle Auftritt von De Ketelaere und die Schwächen im US-amerikanischen Defensivspiel hervorzuheben. Zuletzt wurde diskutiert, ob das US-Team strategisch reif genug für die KO-Phase war und wie die Zukunft des Projekts "WM-Heimteam" aussehen könnte.