Kaum war der Arbeitstag angelaufen, schon sorgte das DHL-Depot im mecklenburgischen Leizen für Aufsehen: Für viele ein gewöhnlicher Mittwoch, für die Belegschaft jedoch eine ziemliche Ausnahmesituation. Kaum hatte ein Mitarbeiter Unwohlsein geäußert, wurde das Gelände auch schon weiträumig abgesperrt – scheinbar aus gutem Grund.
Untersuchung von Paketen und Fahrzeugen
Die Polizei rückte mit allerhand Spezialkräften an. Es roch förmlich nach Gefahrstoff – manche ahnten wohl schon, womit sie es zu tun haben könnten. Sorgfältig durchkämmte ein Gefahrgutzug sowohl das Depot selbst als auch das potenziell betroffene Zustellfahrzeug.
Etwas beunruhigend: Noch war nicht sicher, wie groß das Risiko ist oder ob weitere Pakete betroffen sind. Solche Situationen verlangen Entscheidungen wie aus dem Bauch heraus, handeln statt zaudern.
Rückblick: Quecksilberskandal in Neustadt-Glewe
Interessanterweise ist es nicht der erste schockierende Zwischenfall dieser Art in der Region. Gerade erst hatte ein Fall in Neustadt-Glewe für Schlagzeilen gesorgt – zwei Frauen mussten wegen einer Quecksilbervergiftung behandelt werden. Erinnerungen daran sind bei den Ermittlern noch recht frisch.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Es geht um den Verdacht auf einen kriminellen Umgang mit hochgefährlichen Stoffen. Und natürlich: War das alles Zufall, oder steckt doch ein größerer Zusammenhang dahinter?
Nervosität wegen möglicher Folgepakete
Mitten in all dem Trubel wächst die Sorge: Was, wenn noch mehr Pakete mit gefährlichem Inhalt im System schlummern? Niemand weiß so recht, wo genau weitere Risiken lauern könnten. Das Thema ist präsent: giftiges Schwermetall, schnelle Verteilung durch Paketlogistik – da kriegt jeder, selbst die, die schon alles gesehen haben, einen Klos im Hals.
Wenn Quecksilber wirklich freigesetzt wurde, ist schnelles, sachkundiges Handeln gefragt. Nicht umsonst sprechen Experten von direkter Gefahrenabwehr: Absperren, Messungen, Sendungen sichern, Räumen. Die Frage, wie das giftige Metall überhaupt ins Depot gelangte, lässt die Gemüter nicht zur Ruhe kommen.
Blick auf das gesamte Logistiksystem
In solchen Fällen müssen schnellstens alle potenziellen Wege, Umschlagplätze und Empfänger nachvollzogen werden. Paketdienste, Anwohner und Empfänger sind gleichermaßen in Alarmbereitschaft. Letztlich steht und fällt alles mit der klugen Vernetzung kriminaltechnischer Untersuchungen und schlichter, aber konsequenter Alltagslogik: Im Zweifel besser einmal zu viel abgesichert als zu wenig.
Was jetzt passiert
Derzeit untersuchen Spezialisten nicht nur das Depot selbst, sondern nehmen auch das Zustellfahrzeug auseinander. Erst nach Abschluss der Messungen und Auswertung aller Spuren wird Klarheit herrschen – nicht nur über den aktuellen Vorfall, sondern vielleicht auch über einen möglichen Zusammenhang zwischen beiden Fällen.
Am DHL-Depot Leizen wurde nach dem Fund eines Verdachtsstoffs – vermutlich Quecksilber – Großalarm ausgelöst. Behörden und Gefahrgutspezialisten untersuchen depot- und fahrzeugbezogene Spuren und prüfen Parallelen zum Vorfall in Neustadt-Glewe, wo kürzlich zwei Frauen durch Quecksilber zu Schaden kamen. Die Ermittlungen drehen sich um gefährliche Körperverletzung und den unerlaubten Umgang mit toxischen Stoffen; Fachleute warnen vor weiteren kontaminierten Sendungen im Postnetz.
Weitere Details von Nachrichtenportalen
Laut „FAZ“ stehen die Ermittlungen am DHL-Depot in Leizen noch am Anfang, doch nach aktuellen Behördenangaben gibt es bislang keine Hinweise auf eine akute Gefahr für Anwohner, allerdings seien weitere Sicherheitsprüfungen im gesamten Sortiment vorgesehen (Quelle: FAZ).
Die „Süddeutsche Zeitung“ meldet, dass DHL vorübergehend den Betrieb in der betroffenen Niederlassung eingestellt hat, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten; zudem wurden Beratungen mit externen Gefahrgutexperten eingeleitet (Quelle: Süddeutsche).
Bei „Spiegel Online“ verliert sich die Spur mutmaßlich kontaminierter Pakete im deutschlandweiten Logistiksystem, was nach Meinung der Polizei die Identifikation weiterer Sendungen erschwert; das Bundeskriminalamt wurde eingeschaltet, weil der Verdacht besteht, dass ein Täter gezielt Gefahrstoffe per Paket versendet (Quelle: Spiegel).