München als Testfeld: Uber bringt erste Robotaxis mit Sicherheitsfahrer auf die Straße

Uber wagt den nächsten Schritt in Deutschland. In München rollen bald die ersten selbstfahrenden Taxis, vorerst jedoch noch unter menschlicher Aufsicht. Auf einen komplett fahrerlosen Starttermin will sich Firmenchef Dara Khosrowshahi noch nicht festlegen.

heute 06:46 Uhr | 2 mal gelesen

Uber will tatsächlich schon bald autonome Taxis in Deutschland testen – und hat sich dafür München als erste Bühne ausgesucht. Die geplanten Fahrzeuge, entwickelt zusammen mit den Partnern Momenta und Autobrain, sind, zumindest vorläufig, noch nicht ganz auf sich allein gestellt: Ein geschulter Sicherheitsfahrer bleibt für den Notfall am Steuer.

Erste Phase: Maschine trifft Mensch

"Wir stehen kurz vor dem Launch unseres autonomen Piloten in München", ließ CEO Dara Khosrowshahi gegenüber dem „Handelsblatt“ aufhorchen. Bis Passagiere tatsächlich ohne menschlichen Fahrer quer durch die Stadt kutschiert werden, vergehen aber noch einige Tests. Im Vordergrund steht erstmal: Schaffen die Vehikel den wilden Münchner Stadtverkehr sicher? Erst wenn Uber sich hundertprozentig auf die Technik verlassen kann, darf der Mensch loslassen.

Globale Autonomie-Versuche

Interessanterweise fungiert München nicht als Premierenstadt für Uber. Ähnliche autonome Wagen düsen längst durch Teile des Nahen Ostens oder Dubai – angeblich ganz ohne menschliches Backup. Für die kroatische Hauptstadt Zagreb winkt man ebenfalls schon Richtung fahrerlos – angeblich ab kommendem Jahr.

Riesige Investitionen, kleiner Zeithorizont

Klar ist: Uber investiert Milliarden, nicht nur in die Fahrzeuge selbst, sondern ebenso in Depots, vermutlich nervenaufreibende Wartung, Ladestationen und Infrastruktur. Das Schöne, zumindest für den Arbeitsmarkt: Es könnten in Deutschland wohl viele neue Jobs entstehen.

Reich werden? Das dauert. In den kommenden fünf Jahren, so der Uber-Chef, zählt vor allem Sicherheit – und Wachstum. Wer schnelle Gewinne erwartet, wird enttäuscht. Vielleicht sollten sich Anleger auf sieben bis zehn Jahre Durchhaltevermögen einstellen.

Urbanes Experimentierfeld und regulatorische Hürden

Mit dem Münchener Projekt betritt Uber auch eine Art deutschen Stresstest: Wie schlagen sich die Automaten-Taxis im chaotischen Verkehr, zwischen Baustellen, Radlern und unberechenbarem Wetter? Natürlich geht das nicht ohne Sicherheitsfahrer – und ohne gründliches Prüfen regulatorischer Vorschriften ohnehin nicht.

Bis zur Alltagstauglichkeit und voller Autonomie bleibt alles noch ein Testlauf. Bewähren sich die Taxis im Münchner Großstadt-Dschungel, könnte der nächste Schritt folgen. Bis dahin gilt: Der Mensch bleibt – vorerst – noch Teil des Teams.

Kritische Herausforderungen und Ausblick

Die Technik ist das eine. Genauso wichtig sind Fragen nach Datenschutz, Verantwortung und dem sozialen Wandel: Was wird aus den Fahrern, wie fair sind Algorithmen, wem gehören all die Daten? Die Münchner Testphase liefert zwar keine vollständigen Antworten, gibt aber spannende Einblicke, wie Zukunft im Hier und Jetzt getestet wird.

Robotaxis in München: Mensch und Maschine auf Bewährung

Uber testet demnächst in München autonome Taxis – anfangs mit Sicherheitsfahrern. Komplette Fahrten ohne menschliches Backup stehen noch nicht an, die Erprobungsphase soll zeigen, wie sich die Fahrzeuge im komplexen Stadtverkehr bewähren. Als langfristiges Ziel setzt Uber Milliarden ein und kalkuliert Jahre ohne große Gewinne, sieht aber Chancen für neue Jobs und innovative Mobilität in Deutschland.

Aktuelle Details und ergänzende Hintergründe

Laut neuen Medienberichten wurde der Startschuss für den Pilotbetrieb bereits gegeben, erste Fahrzeuge rollen wohl noch im Sommer durch Münchner Straßen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden ist eng, da deutsche Vorschriften als besonders streng gelten und zahlreiche Sicherheitsnachweise erforderlich sind. Fachleute diskutieren insbesondere die rechtlichen Unsicherheiten, etwa bei Haftungsfragen oder dem Umgang mit gesammelten Verkehrsdaten. Laut einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung sieht Uber München als ideales Labor, weil die vorhandene Infrastruktur technologiefreundlich und die Einwohner offen für neue Verkehrsmodelle seien. Der Vergleich mit internationalen Standorten macht deutlich: Während Dubai und einige US-Städte bereits mit vollautonomen Flotten experimentieren, bleibt Deutschland noch vorsichtig und setzt auf Sicherheit durch menschliche Kontrolle im Cockpit.

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