Wer in Strobl Richtung Wirerstraße schlendert, wird wohl das neue Wohngebäude kaum übersehen. Zwölf Wohnungen – halb Eigentum, halb Mietkauf – wurden vor kurzem übergeben. Von außen wirkt der Komplex ruhig und bescheiden, doch im Inneren steckt er voller Geschichten: Zwei bis vier Zimmer pro Einheit, Flächen von 56 bis 107 Quadratmetern, dazu Gärten für die Erdgeschossbewohner und Dachterrassen für die Maisonettes. Noch bemerkenswerter: Beheizt und versorgt werden die Haushalte durch eine Kombination von Wasser-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaikanlage – als jemand, der seit Jahren zum Thema bezahlbarer Wohnraum recherchiert, hätte ich mir eine solche Ausstattung früher selten vorstellen können.
Interessant auch: Das Grundstück, etwa 2.000 Quadratmeter groß, stammt direkt von der Gemeinde Strobl. Solche Projekte gehen meist schief, wenn zu viele Parteien mitreden. Doch hier lief es wohl anders – die Gemeinde, LandInvest Salzburg, Bauunternehmen und nicht zuletzt die Planer (Artfield) arbeiteten offenbar Hand in Hand. Bürgermeister Humer betont, dass die zentrale Lage und der Wohnungsmix gezielt den Menschen in Strobl zugutekommen sollen – oft ein schöner Vorsatz, der hier offenbar Realität wurde.
Noch ein Aspekt, der mir in der Debatte um Wohnraum selten genug unterkommt: Der Mietkauf. Sechs Wohnungen ermöglichen es Menschen, später Eigentum zu erwerben, ohne sich jetzt schon mit gigantischen Krediten zu belasten. Die Mieten, so heißt es, liegen bei rund 12 Euro pro Quadratmeter – das klingt für einen Neubau fair, aber natürlich, alles ist relativ, besonders im Salzkammergut. Der ganze Komplex hat rund vier Millionen Euro verschlungen, dabei stammen mehr als ein Viertel der Mittel aus Förderungen.
Neben grünen Gemeinschaftsflächen gibt es Parkplätze, einen Spielplatz und die Ortsmitte wie auch den Wolfgangsee ganz in der Nähe. Auch die kleineren Dinge stimmen: ausreichend Tiefgarage, genügend Besucherparkplätze – ehrlich gesagt, solche Projekte bewahren irgendwo auch den Zusammenhalt kleiner Gemeinden.
Ob das Beispiel Strobl nun Schule macht? Kritisch gesehen: Schöner Ansatz, aber es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Trotzdem – für zwölf Haushalte beginnt jetzt vermutlich ein neuer Lebensabschnitt voller Möglichkeitsräume.
Mit dem Projekt in Strobl werden zwölft neuen Wohnungen in zentraler Lage übergeben, davon zur Hälfte mit Mietkaufmöglichkeit, die den späteren Erwerb von Wohneigentum erleichtert. Besonders hervorzuheben: Die Nutzung einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage macht das Neubauensemble energetisch effizient und zukunftsorientiert. Landesweit ist der Druck auf leistbaren Wohnraum weiterhin hoch – Projekte wie diese setzen Zeichen, müssen aber im größeren Kontext der Wohnbaupolitik gesehen werden.
Neuere Recherchen zeigen, dass bayernweit und auch im österreichischen Umland ähnliche Projekte stark nachgefragt werden, doch noch immer ist die Zahl solcher Initiativen weit hinter dem tatsächlichen Bedarf zurückgeblieben. Förderungen und Mietkaufmodelle finden zunehmend Zustimmung, als Alternative zu klassischen Eigentums- oder Mietformen, nicht zuletzt wegen der steigenden Zinsen und Unsicherheiten am Wohnungsmarkt. Zudem berichten Medien zuletzt verstärkt über den Anstieg nachhaltiger Bauweisen im Wohnungsmarkt, gekoppelt mit steigenden energetischen Standards und der Forderung nach mehr staatlicher Unterstützung für innovative Wohnideen.