Das aktuelle Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) prangert die AfD als verfassungsfeindlich an und spricht sich somit indirekt für ein mögliches Parteiverbot aus. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die demokratiegefährdenden Aussagen und Handlungen der Partei sowie eine dokumentierte Strategie, politische Gegner zu marginalisieren und zu verfolgen – belegt allein auf Basis öffentlicher Quellen, mit besonderem Blick auf Aussagen aus sozialen Medien. Das Papier unterscheidet sich durch seinen Umfang und die wissenschaftliche Herangehensweise von bisherigen Einschätzungen durch Behörden, insbesondere das Bundesamt für Verfassungsschutz, und hat durch die Beteiligung tausender Bürger in der Finanzierung ein deutliches Signal für eine engagierte Zivilgesellschaft gesetzt. Laut aktuellen Medienberichten nehmen Diskussionen um ein mögliches AfD-Verbot wieder an Fahrt auf; verschiedene Politiker und Organisationen verweisen auf rechtliche Hürden, mahnen aber zu konsequentem Handeln, insbesondere im Hinblick auf zunehmende Radikalisierungstendenzen. Im internationalen Kontext erregt das Gutachten ebenfalls Aufmerksamkeit: Die AfD wird europaweit beobachtet, da ähnliche Entwicklungen auch in anderen Ländern Besorgnis über den Umgang mit rechtspopulistischen Parteien auslösen.