Österreichischer Gewerbeverein eröffnet NachfolgeHub: Erstes branchenübergreifendes Nachfolge-Netzwerk startet am 13.11. im Palais Eschenbach

Der Österreichische Gewerbeverein wagt mit dem NachfolgeHub einen neuen Ansatz für Unternehmensnachfolge: eine Plattform, die nicht nur Branchen miteinander verbindet, sondern persönliche Begleitung bietet. Startschuss für das Projekt ist der 13. November im Palais Eschenbach in Wien.

heute 12:42 Uhr | 1 mal gelesen

Es klingt erstmal wenig spektakulär, dabei betrifft es uns alle: In den kommenden zehn Jahren wechseln rund 52.500 österreichische Unternehmen den Eigentümer. Das ist nicht irgendeine statistische Nebenbemerkung, sondern betrifft fast ein Viertel aller Arbeitgeber, sprich: 705.000 Jobs hängen damit zumindest indirekt am Fortbestand dieser Betriebe. Vor diesem Hintergrund launcht der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) den NachfolgeHub – und setzt damit ein Ausrufezeichen in einer Zeit, in der viele sich fragen: Wer will und kann eigentlich noch Verantwortung übernehmen? Der NachfolgeHub feiert sein Debüt am 13. November 2026 im Palais Eschenbach. Die Gästeliste ist handverlesen, ca. 200 Eingeladene aus unterschiedlichsten Bereichen werden erwartet: Unternehmer, Interessenten, Expertinnen und Experten aus Recht, Steuern, M&A – und, nicht zu vergessen, viele neugierige Komplizen und Mitdenkende. Der Ablauf ist fast schon betont offen gehalten: Nach einleitenden Worten und Vorstellung der Plattform gibt es vor allem eines – Zeit für Gespräche, Netzwerken, ehrlichen Austausch. Nicht selten ist ein Kaffee zwischendurch übrigens wirkungsvoller als jedes offizielle Programm. Was den NachfolgeHub von bisherigen Plattformen unterscheidet, ist das Konzept "Kuratiert statt gelistet": Betriebe werden nicht einfach abgelegt wie auf einer digitalen Pinnwand, sondern gezielt vorbereitet; Übernehmende dürfen nicht nach „first come, first served“ Prinzip einfach zugreifen, sondern müssen einen strukturierten Onboarding-Prozess durchlaufen. Die eigentliche Vermittlung bleibt dabei gebührenfrei. Ein interdisziplinäres Beratergremium sorgt für den roten Faden im Prozess – nicht als Kontrolle, sondern als Begleitung. Der Markt für externe Nachfolgen ist übrigens viel vitaler, als viele denken; allein 2025 wurden 8.202 Betriebe weitergegeben, häufig mit spürbaren Verbesserungen beim Umsatz und den Investitionen. Problematisch: Je mehr Unternehmen außerhalb der eigenen Familie übergeben werden (und das sind mittlerweile fast 60 %!), desto eher fehlt das persönliche, vielleicht sogar vertrauliche Moment – man sucht nach Gleichgesinnten und findet oft nur eine anonyme Börse. Genau diese Lücke will der NachfolgeHub füllen: Als Ort, an dem aus Absicht echte Gespräche werden, und aus Gesprächen vielleicht eine Unternehmenszukunft. Der Gewerbeverein weiß, dass der Erhalt dieser Unternehmen letztlich Standort, Arbeitsplätze und Tradition betrifft, nicht bloß wirtschaftliche Zahlen. Die Anmeldung zum Kickoff läuft noch bis 6. November, die Teilnahme ist kostenlos – allerdings wird Wert auf gezielt ausgewähltes Publikum gelegt. Nicht zuletzt, weil: Am Ende hängt viel von der Chemie ab, und manchmal entscheidet sich die Zukunft einer Firma an einem Nebensatz im richtigen Gespräch.

Mit dem NachfolgeHub setzt der Österreichische Gewerbeverein auf ein neues, ganzheitliches Modell der Unternehmensnachfolge, das sowohl persönliche Begleitung als auch strukturiertes Matching bietet und dabei bewusst keine provisionsbasierte Vermittlung darstellt. Angesichts der bevorstehenden Welle an Firmenübergaben – rund ein Viertel aller heimischen Betriebe – und einer klar zunehmenden Zahl externer Nachfolger:innen, liefert diese Plattform erstmals einen Rahmen, der weit über die Bereitstellung einer Kontaktdatenbank hinausgeht. Das Ziel: nachhaltige Unternehmensübergaben sichern, Arbeitsplätze schützen und unternehmerische Expertise bewahren. Aktuelle Ergänzungen aus der Recherche (Stand 2024-06): - Unternehmensnachfolge bleibt europaweit ein akutes Thema: Laut t3n und FAZ besteht vielerorts akuter Handlungsbedarf, da Fachkräftemangel und Generationenwechsel die Fortführung vieler Betriebe gefährden. - Die Süddeutsche Zeitung berichtet über einen Trend zu mehr außerfamiliären Übernahmen, was die Bedeutung neutraler Moderation und gezielter Matching-Plattformen unterstreicht. - Laut Der Spiegel mangelt es vielen Nachfolgeprojekten an persönlicher Begleitung, was der NachfolgeHub nun explizit adressiert. - Aktuell diskutieren mehrere Medien die wachsende Rolle von Beratung, Wissensvermittlung und Netzwerkveranstaltungen im Nachfolgeprozess, wobei immer wieder das Bedürfnis nach menschlicher Nähe und proaktiver Unterstützung betont wird.

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