Deutschland verzeichnet mit 147,5 Milliarden Euro die höchsten staatlichen Bruttoinvestitionen seit Jahren, hauptsächlich durch erhöhte Rüstungs- und Verteidigungsausgaben. Im EU-Vergleich bleibt Deutschland mit einer Investitionsquote von 3,3 Prozent des BIP jedoch weiterhin unter Durchschnitt, und insbesondere Bereiche wie Infrastruktur, Digitalisierung und Energiewende hinken hinterher. Laut Wirtschaftsverbänden und Experten mangelt es an einer strategischen Bündelung sowie Durchsetzung langfristiger Investitionsprogramme; stattdessen wird zu viel auf ad hoc-Lösungen und kurzfristige Reaktionen gesetzt. Trotz der Wohlstandssicherung werden Haushaltspläne zunehmend durch Schattenhaushalte, Geldverschiebungen und neue Schulden gestützt, was zu politischen und wirtschaftlichen Risiken führen kann. Neue Berichte warnen außerdem, dass Bürokratie, Fachkräftemangel und schleppende Planungsverfahren weitere Investitionen behindern – und Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit auf lange Sicht gefährden. Die Süddeutsche Zeitung berichtete, dass sich zwar die Summe der Investitionen erhöht, viele Projekte im Bereich Digitalisierung und Infrastruktur jedoch auf Eis liegen oder erheblich verzögert werden, weil Personal und Planungskapazitäten fehlen Quelle: Süddeutsche Zeitung). Laut Handelsblatt sind auch die Mittel für Klimaschutz und Energiewende zwar höher, werden aber durch langsame Prozesse, Unsicherheiten bei Förderkonzepten und politisches Hinauszögern stark gebremst Quelle: Handelsblatt). Die FAZ verweist zudem auf den internationalen Vergleich: Während andere EU-Staaten strategisch auf Innovation setzen, werde in Deutschland immer mehr kurzfristig umverteilt, was die internationale Wettbewerbsposition schwäche Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung.
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