Rekordzahlen im Nahverkehr: 2025 reisen mehr Menschen mit Zug und Bus

2025 sind deutlich mehr Fahrgäste mit Bus und Bahn unterwegs als im Jahr zuvor. Besonders die Eisenbahnen zeigen ein sattes Plus – während die Straßenbahnen weiterhin mit dem Niveau von vor Corona ringen.

08.10.26 08:59 Uhr | 6 mal gelesen

Dieses Jahr scheint ein Meilenstein für den Nahverkehr in Deutschland gewesen zu sein. Laut aktueller Schätzung des Statistischen Bundesamtes nutzten rund 2,8 Milliarden Menschen den Nahverkehr per Eisenbahn.

Mehr Menschen, längere Strecken

Spannend: Nicht nur die Zahl der Fahrgäste ist gestiegen – auch die Gesamtdistanz, die alle zusammen zurückgelegt haben. Im Eisenbahnnahverkehr wurden etwa 66 Milliarden Personenkilometer erreicht. Wer hätte gedacht, dass Bahnen ihre Reisenden im Schnitt weiter bringen als je zuvor?

Busse mit stabilem Zuspruch

Auch die Linienbusse fahren stabil: 5,5 Milliarden Menschen stiegen 2025 ein. Die gefahrenen Kilometer haben sich, um ehrlich zu sein, kaum verändert – sie stagnieren bei etwa 39 Milliarden Personenkilometern. Klingt erstmal unspektakulär, zeigt aber, wie gefragt Busse trotz aller Diskussionen ums Auto noch immer sind.

Straßenbahnen noch auf der Bremse

Bei den Straßenbahnen wird die Entwicklung etwas gedämpfter: Fast 4 Milliarden Fahrgäste, aber insgesamt kein Anstieg. Offenbar sind manche Fahrgewohnheiten dann doch etwas träge – oder die Konkurrenz ist zu stark?

Langfristige Veränderungen und kleine Details

Wenn man sich nicht nur das letzte Jahr, sondern ein ganzes Jahrzehnt anschaut, wird es noch spannender. Die Fahrgastzahlen bei Zügen stiegen im Vergleich zu 2015 um satte zehn Prozent – wobei das eigentliche Wachstum schon zwischen 2015 und 2019 erfolgte. Seitdem schien alles eher auf Sparflamme zu laufen, aber immerhin: Auch 2025 sind die Leute nicht kürzer gereist, sondern weiter, im Schnitt 23 Kilometer.

Busse und Bahnen im Vergleich – ein ziemlich buntes Bild

Busse halten in Sachen Fahrgastzahl das Niveau von 2019, mal abgesehen von dem einen Prozent Zuwachs im Jahrzehnt. Die durchschnittliche Busreise bleibt meist bei sieben Kilometern, wie eh und je. Bei der Straßenbahn sind die Zahlen niedriger als vor Corona, aber leicht über denen von 2015. Die Strecke pro Fahrt ist ähnlich übersichtlich und hält bei etwa vier Kilometern.

Worauf es verkehrspolitisch wirklich ankommt

Man könnte meinen, es gehe immer nur um die Zahl der Mitfahrenden – doch die Kilometer, die sie unterwegs sind, werden immer wichtiger. Je länger die Strecken, desto relevanter für Verkehrsmodelle und Planungen. Die endgültigen Zahlen für 2025 stehen noch aus. Vielleicht ändert sich damit noch manches Detail.

Bedeutung der Statistik für den Alltag

Es ist bemerkenswert, wie sehr sich der öffentliche Nahverkehr seit 2015 verändert hat – von Boom-Jahren vor der Pandemie über ein kurzes Tal der Tränen bis hin zu neuen Rekorden im Eisenbahnnahverkehr. Doch auch wenn Züge mehr Fahrgäste und weitere Strecken verzeichnen, bleiben Busse und vor allem Straßenbahnen in puncto Aufholjagd zurück. Für den politischen Diskurs spielt es eine immer größere Rolle, nicht nur Leistungsdaten und Fahrgastzahlen, sondern ebenso Pendlerprofile, Mobilitätsverhalten und neue Alternativen wie das 49-Euro-Ticket oder flexible Busbedarfsdienste im Blick zu behalten.

Neue Beobachtungen und Ergänzungen aus aktuellen Quellen

Nach neuesten Artikeln ist die Debatte um die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Deutschland weiterhin hochaktuell. Die Bundesländer und Verkehrsverbünde diskutieren spannende Ideen wie die Erweiterung des Deutschlandtickets um zusätzliche Angebote oder spezielle Modellregionen für innovative Antriebstechnologien. Gleichzeitig werden auch Herausforderungen wie Personalmangel, hohe Energiepreise und die Frage, wie sich Erfolge des Nahverkehrs auf ländliche Räume übertragen lassen, in aktuellen Debatten beleuchtet.

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