Russell siegt in Baku – Hauchdünner Vorsprung vor Verstappen

George Russell triumphiert auf dem Straßenkurs von Baku und schnappt sich für Mercedes den Sieg, gerade mal 0,196 Sekunden vor Max Verstappen. Ein gnadenlos knappes Rennen, bei dem Isack Hadjar erstmals auf dem Podium landet.

heute 14:59 Uhr | 2 mal gelesen

Die Formel 1 bleibt unberechenbar, zumindest, wenn der Grand Prix von Aserbaidschan auf dem Programm steht. George Russell steuerte seinen Mercedes auf dem Baku City Circuit als Erster über die Linie – gerade so, mit winzigen 0,196 Sekunden Vorsprung vor Max Verstappen.

Hadjar mischt plötzlich oben mit

Völlig neu im Spitzenfeld: Isack Hadjar holte sich als Dritter sein allererstes Podium, mehr als zehn Sekunden hinter den beiden, aber für ihn dürfte das egal sein. Charles Leclerc wurde undankbarer Vierter, gefolgt von einem stark aufholenden Kimi Antonelli und Lewis Hamilton, der mit Rang sechs wahrscheinlich nicht ganz zufrieden war.

Das Feld bleibt zusammen – mit Überraschungen

Weiter hinten: Arvid Lindblad schnappte sich Rang sieben. Danach folgten Esteban Ocon, Oliver Bearman und Carlos Sainz; Nico Hülkenberg, der bis kurz vor Schluss auf Punkte hoffen durfte, blieb mit Platz elf erneut ohne Zähler.

Russell unter Hochspannung

Gleich zum Start verteidigte Russell seine Pole und baute einen feinen Vorsprung auf. Doch Verstappen, der unter Hochspannung agierte, pirschte sich am Ende immer näher. Noch brenzliger wurde es, als Russell die Mauer touchierte – so läuft das eben in Baku, wo der kleinste Fehler meistens wehtut.

Nach einem Crash von Alex Albon musste das Safety Car raus, alles wurde durchgewürfelt. Manche Fahrer pokerten in der Box, andere verloren ihre guten Positionen. Es entstand dieses typische Baku-Gewusel, das niemand so recht vorhersehen kann – und das macht das Rennen auch aus.

Aktionen im letzten Renndrittel

Kimi Antonelli nutzte das Durcheinander und pflügte ins vordere Feld – von hinten auf Platz fünf, damit konnte er wahrscheinlich selbst kaum rechnen. Hülkenberg, kurzfristig in den Punkten, fiel aber wieder zurück. Kurz vor Schluss knallte Bottas in Kurve 15 in die Barriere. Glück im Unglück: Der Finne blieb unverletzt, das Rennen lief einfach weiter.

Baku – berüchtigt für Chaos

Man sagt, Baku verzeiht keine Fehler – enge Gassen, lange Geraden, die Mauern scheinen einen magisch anzuziehen. Strategie, Start, Safety Cars, Reifen – alles zählt hier doppelt. Ausgerechnet hier zu gewinnen ist ein Ritterschlag, vor allem mit so winzigen Zeitabständen.

Ungewöhnlicher Renntermin

Bemerkenswert noch: Das Rennen fand diesmal am Samstag statt, was den Plan vieler Fans durcheinanderwürfelte. Grund war eine Terminkollision mit einem nationalen Gedenktag – mal was anderes, allerdings für die meisten einfach ein zusätzlicher Grund, den Wecker früher zu stellen.

Extrem knapper Zieleinlauf

George Russell konnte in Baku mit zittrigen Händen den Pokal hochhalten, denn der Mercedes-Pilot beendete das Rennen nur einen Wimpernschlag vor Max Verstappen. Isack Hadjar überraschte mit seinem ersten Podium nach einem über weite Strecken taktisch geprägten Rennen, bei dem Boxenstopps und Safety-Car-Phasen alles aufmischten.

Bedeutung für die Saison

Russells knapper Triumph bringt für Mercedes nicht nur dringend benötigte Punkte, sondern auch ein wenig Rückenwind im WM-Kampf – zumindest vor dem nächsten Rennen, das schon für Gesprächsstoff sorgen dürfte. Speziell die Tatsache, dass Newcomer wie Hadjar das Podium erreichen, gibt der Saison eine zusätzliche Würze. In mehreren deutschen Medien wurde der ungewöhnliche Renntermin am Samstag und die Taktikvielfalt in Baku breit thematisiert – der Stadtkurs bleibt berüchtigt für Chaosrennen und unfassbar knappe Entscheidungen.

Aktuelle Entwicklungen laut Presseschau

- Die FAZ berichtet, dass Mercedes den Sieg in Baku als Zeichen einer Trendwende sieht, da das Team lange unter Druck stand und der knappe Ausgang die Konkurrenz zusätzlich motiviert. - Laut Spiegel war die Stimmung im Fahrerlager angespannt, nachdem das Safety Car das Rennen kräftig durcheinandergewirbelt hatte; viele Fahrer forderten mehr Konstanz bei der Regelanwendung und einen klareren Ablauf bei Boxenstopps in Neutralisationsphasen. - Zeit Online hebt hervor, dass das Rennen am Samstag für überraschende Einschaltquoten sorgte und die Diskussion erneut entfachte, ob sich Samstags-Grands-Prix auch in Zukunft etablieren könnten.

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