Spritpreise explodieren: Tankstellenverband prangert Ölkonzerne an

Nach Ende des Tankrabatts schlagen die Preise an den Zapfsäulen direkt zur Mittagszeit heftig aus – der Tankstellenverband macht den Ölkonzernen schwere Vorwürfe.

heute 15:54 Uhr | 1 mal gelesen

„Wir wissen echt nicht mehr, was wir dazu sagen sollen – das ist eine Frechheit!“, schimpft Herbert Rabl, Sprecher des Interessenverbands der Tankstellen, im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Als pünktlich um 12 Uhr die Preise nach oben schnellen, herrscht Fassungslosigkeit. Dabei sei in vielen Tankstellen noch vergünstigter Sprit in den Tanks, sagt Rabl. Trotzdem würden die Konzerne ohne Skrupel die Endkunden schröpfen. „Diese Abzocke macht einen sprachlos, ehrlich“, so Rabl weiter. Auch Andreas Audretsch von den Grünen platzt der Kragen: Er konstatiert, dass die Preiserhöhungen exakt mit den Sommerferien eingetreten sind – eine bittere Pointe für Verbraucher. Kritik gibt es auch an Friedrich Merz: Hunderte Millionen Euro Entlastung seien letztlich bei den Unternehmen gelandet, statt da, wo’s gebraucht würde. Audretsch pocht darauf, das Geld künftig besser in Klimaschutz oder sinkende Strompreise zu investieren. „1,6 Milliarden Euro hätten so viel für Zukunft und Klima bewirken können“, sagt er – doch die Politik habe anders entschieden. Und am Ende, das bleibt hängen, zahlen wieder mal die Autofahrer drauf.

Nach dem Ende des Tankrabatts schnellen die Preise an deutschen Tankstellen, besonders um die Mittagszeit, stark nach oben – was heftige Kritik an den Mineralölkonzernen auslöst. Der Tankstellenverband weist auf volle Vorräte mit vergünstigtem Sprit hin und spricht von gezielter Abzocke zulasten der Verbraucher. Auch die Grünen kritisieren, die gewährte Entlastung sei an die Konzerne geflossen, statt in wirksame Klimamaßnahmen – sie fordern mehr Investitionen in Klima und sinkende Strompreise. Nach aktuellem Stand berichten zahlreiche Medien von weiteren Preisanstiegen und einer wachsenden Debatte über die Notwendigkeit struktureller Reformen im Energiesektor.

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