Tanken bleibt teuer: Kraftstoffpreise leicht gesunken, Belastung für Verbraucher jedoch anhaltend hoch

München – Marginale Entspannung an der Zapfsäule, aber von echter Erleichterung kann keine Rede sein: Obwohl die Spritpreise laut neuster Auswertung des ADAC im Wochenvergleich leicht zurückgegangen sind, bleibt der Preis für Diesel und Super E10 weiterhin auf einem für viele ärgerlich hohen Niveau. Mit einem Dieselpreis von 2,16 Euro und Super E10 bei 2,04 Euro pro Liter, drückt der tägliche Tankstopp zunehmend aufs Portemonnaie. Der ADAC fordert angesichts dessen eine temporäre Senkung der Energiesteuer, um Verbraucher spürbar zu entlasten.

heute 15:39 Uhr | 2 mal gelesen

Die derzeitige Preislage an deutschen Tankstellen ist alles andere als entspannt. Während die Spritpreise im europäischen Vergleich besonders kräftig angezogen haben, stagnieren sie hierzulande immer noch auf einem Level, das viele rätselnd zurücklässt. Der Ölpreis kratzt aktuell an der 103-Dollar-Marke und trägt seinen Teil zur Verteuerung bei – wobei viele Mineralölkonzerne die Entwicklung unterwegs bereits 'eingepreist' haben.

Der ADAC legt der Bundesregierung eine kurzfristige Senkung der Energiesteuer auf den Tisch: Diesel soll laut Vorschlag auf den EU-Mindestwert gedrückt werden, Benzin in ähnlichem Maß. Rund 15 Cent weniger je Liter wären so drin. Klingt erstmal wie ein Hoffnungsschimmer – allerdings nur, wenn die Gewinne nicht in Konzernkassen schlüpfen, sondern tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen.

Kurioserweise kostet Diesel – trotz niedrigerer Steuer im Vergleich zu E10 – weiterhin etwa zwölf Cent mehr pro Liter. Ein Grund mehr, beim nächsten Tankstopp genau hinzuschauen: ADAC empfiehlt Preisvergleich per App. Und noch ein Tipp aus Erfahrung: Abends liegt der Literpreis meist unter dem Morgentarif – wer spät tankt, spart oft ein paar zusätzliche Cent.

Weitere Infos und stets aktuelle Preise gibt es übrigens auf adac.de/tanken. Für Details, Rückfragen oder den kritischen Austausch steht die ADAC-Kommunikation bereit, per Telefon oder Mail.

Obwohl sich die Spritpreise in Deutschland im Wochenvergleich leicht entspannt haben, bedeutet das für die meisten Autofahrerinnen und Autofahrer weiterhin keine spürbare Entlastung. Der Unterschied von zwölf Cent pro Liter zwischen Diesel und Super E10 bleibt bestehen – ironischerweise bei eigentlich niedrigerer Steuer für Diesel. Laut ADAC könnte eine befristete Senkung der Energiesteuer Verbraucher direkt und unkompliziert entlasten, doch bleibt die Sorge, dass die Ersparnis nicht vollständig weitergegeben wird. Nach Recherche aktueller Nachrichten zeichnen sich kaum gravierende Änderungen in der Branche ab: Die aktuellen Preissteigerungen sind vor allem durch den gestiegenen Ölpreis sowie globale Unsicherheiten im Nahen Osten bedingt, wie etwa durch die anhaltende Krise zwischen Israel und Iran. Viele Experten und Verbände fordern – ähnlich wie der ADAC – inzwischen, dass die Politik gezielter steuerliche Entlastungen und Transparenzmaßnahmen auf dem Kraftstoffmarkt einführt, um die Verbraucher zu schützen.

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