Unglaublich, aber wahr: Der Sprit hat im September neue Rekorde geknackt. Laut ADAC lag der Durchschnittspreis für Super E10 bei satten 2,266 Euro pro Liter, Diesel sogar noch höher mit 2,386 Euro.
Höchste Preise seit Beginn der Aufzeichnungen
Im Vergleich zum August sprang Super E10 um fast zwölf Cent, Diesel gar um 16 Cent pro Liter hoch. Auch im Rückblick auf frühere Jahre bleibt der September ein trauriger Spitzenreiter, zumindest für alle, die regelmäßig tanken müssen.
Am meisten zahlten Autofahrer:innen am 16. September für Super E10 – 2,314 Euro –, am Tag darauf war Diesel mit 2,471 Euro am teuersten. Wer zum Monatsanfang den Tank noch gefüllt hat, kam glimpflicher davon: Am 1. September lagen die Preise für Super E10 und Diesel etwas niedriger, bei 2,183 bzw. 2,232 Euro.
Ölpreis allein erklärt die Teuerung nicht
Natürlich, der Ölpreis spielt immer eine Rolle, wenn es um die Spritkosten geht. Aber so einfach ist es diesmal nicht, wie es scheint: Der ADAC weist darauf hin, dass im Frühjahr genügend preiswerte Monate möglich waren, obwohl der Ölpreis da auch schon heftig schwankte. Offenbar bringen hier noch andere Faktoren Schwung ins Spiel – ob das die maroden Raffineriekapazitäten sind, höhere Logistikkosten oder schlichtweg die robuste Steuerschraube?
Im Transportsektor wie etwa für Berufspendler treffen diese Preissprünge besonders heftig. Und sowieso, viele auf dem Land haben kaum Alternativen zum Tanken. Die Gesamtrechnung geht für viele Haushalte also ordentlich in die Höhe.
Steuerrabatt als Hoffnungsschimmer – zumindest auf dem Papier?
Mit dem 1. Oktober startet eine befristete Steuersenkung für Diesel und Benzin: Knapp 17 Cent pro Liter (voll mit Mehrwertsteuer) sollen gespart werden – sounds good, aber wird das wirklich ankommen? Die alten Vorräte in den Tanks der Tankstellen wurden ja noch zum teuren Preis gekauft, weshalb die Ersparnis sich wohl erst etwas später bemerkbar machen dürfte.
Obendrein: Wenn der Ölpreis weiter klettert oder die Einkaufspreise für Tankstellen plötzlich steigen, kann der satte Rabatt auch wieder verpuffen. Tipp aus Erfahrung: Wer sparen will, sollte die Preise vergleichen und sich nicht allein auf die angekündigte Entlastung verlassen.
Pressestimmen: Erwartungen, Zweifel und offene Enden
Nach Durchsicht aktueller Stimmen in den Medien scheint sich eines zu bestätigen: Teurer als im September war Tanken hierzulande noch nie – die Gründe dafür sehen viele nicht nur beim Ölpreis, auch politische und wirtschaftliche Faktoren spielen rein. Alle hoffen auf die Steuersenkung, aber kein Bericht kann klipp und klar sagen, wie schnell das wirklich bei den Leuten ankommt – oder, ob neue Kostensteigerungen den Effekt sogar wieder zerstören.
Kurzeinordnung: Rekordpreise, offene Fragen und der Blick nach vorn
Im September haben die Spritpreise in Deutschland historische Höchststände erreicht: Diesel war durchschnittlich 2,386 Euro pro Liter teuer, Super E10 bei 2,266 Euro. Die Ursachen liegen laut Experten sowohl bei gestiegenen Rohölkosten, als auch in knappen Raffineriekapazitäten, logistischen Engpässen und politischen Unsicherheiten wie den Lieferbeschränkungen durch OPEC-Staaten. Allerdings erklären diese Faktoren – wie unter anderem der ADAC anmerkt – nicht komplett den drastischen Preisanstieg, weil die Preisentwicklung teils von Spekulation und Marktmechanismen überlagert wird.
Blick in verschiedene Medien und aktuelle Nachrichten
Die angekündigte Steuersenkung für Sprit ab Oktober soll Autofahrer für wenige Monate etwas entlasten, doch Fachleute wie Verbraucherschützer zweifeln, ob die Ersparnis unmittelbar an die Kunden weitergereicht wird. Zugleich weisen verschiedene Medien darauf hin, dass steigende Ölpreise sowie eine ungewisse geopolitische Lage weiterhin erheblichen Einfluss auf die Kosten an deutschen Zapfsäulen haben. In neuesten Berichten wird zudem ein Ende der Preisspirale kurzfristig nicht prognostiziert, vielmehr rechnen Analysten mit weiteren Schwankungen je nach Weltmarkt- und Krisenlage – etwa nach Berichten auf SPIEGEL Online, FAZ und Süddeutsche Zeitung.
Vergangene Recherchen zeigen außerdem, dass die tatsächliche Wirkung von Steuerermäßigungen auf Spritpreise in Deutschland oft verzögert oder gar abgeschwächt beim Endverbraucher ankommt, besonders dann, wenn Tankstellenbetreiber Altlagerbestände noch zum alten Preis verkaufen.
Update: Bei der Durchsicht der oben genannten Nachrichtenquellen der letzten 48 Stunden kam keine nachhaltige Entwarnung für die Autofahrer heraus.