Minister Ersoy spart nicht mit Optimismus, wenn er von den Zahlen spricht – und ehrlich gesagt, vielleicht ist das auch angemessen. Obwohl das internationale Geschäft mit Reisen zuletzt kräftig durchgeschüttelt wurde: Flugpreise steigen, benachbarte Krisenherde sorgen für Unsicherheit, und der Flughafenstress dürfte zu den unausweichlichen Begleitern jeder Urlaubsbuchung gehören. Trotz allem stemmt sich das Land am Bosporus mit einer beachtlichen Gelassenheit dagegen und fährt Rekordzahlen ein. Das, so sagt Ersoy, hat viel mit den politischen Weichenstellungen der letzten Jahre zu tun. Insbesondere seit 2018, als mit der Gründung der Türkischen Tourismusagentur (TGA) frischer Wind in die Branche kam. Werbekampagnen wurden gezielt angepasst, internationale Märkte stärker ins Visier genommen und das kulturelle Angebot merklich vielfältiger gestaltet.
Ersoy kündigte außerdem an, das Hauptaugenmerk künftig nicht nur auf Europa legen zu wollen, sondern auch weit entfernte Märkte wie Nordamerika, Kanada oder Osteasien ins Boot zu holen. Der Plan: Die starke Position im klassischen Quellmarkt bewahren, aber gleichzeitig neue Zielgruppen gewinnen, um die Abhängigkeit zu verringern. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass der Plan zumindest bisher ziemlich gut aufgeht: Von Januar bis September reisten über sieben Millionen Gäste aus dem Ausland an, knapp 50 Millionen Besuchende insgesamt. Am treuesten sind – wenig überraschend – die Gäste aus Russland, Deutschland und Großbritannien. Für Österreich und die Schweiz gibt's Lob vom Minister: Die Zahl der Besucher aus diesen Ländern wächst stetig, was wohl nicht nur mit günstigen Preisen, sondern auch mit der gewachsenen kulturellen Attraktivität zusammenhängt.
Ach ja, kleine Randnotiz: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist laut Statistik um 0,3 % auf 10,34 Nächte geklettert. Und die Ausgaben pro Nacht steigen ebenfalls, mittlerweile geben Reisende im Schnitt 107,7 US-Dollar aus. Man könnte fast meinen, die Türkei hat die Quadratur des Kreises geschafft: Sie ist beliebter denn je, krisenfest und wirtschaftlich ein echtes Zugpferd. Welche Fotos man dazu aktuell sehen kann? Findet man online – aber um ehrlich zu sein, manchmal spricht die Atmosphäre vor Ort ohnehin mehr als jede Hochglanzaufnahme.
Die Türkei bleibt 2026 ein Top-Ziel für den internationalen Tourismus und verzeichnet trotz global herausfordernder Bedingungen erneut ein deutliches Einnahmeplus. Der gezielte Ausbau der Türkischen Tourismusagentur (TGA), strategische Werbemaßnahmen sowie die gezielte Markterschließung neuer Märkte außerhalb Europas werden dabei als Erfolgstreiber genannt. Interessant ist laut Branchenexperten auch die zunehmende Diversifizierung des Angebots mit Fokus auf nachhaltigen Tourismus und individuelle Erlebnisse – darüber berichten aktuelle Analysen und Medien, die ein verstärktes Engagement im Bereich Ökologie und lokale Kultur hervorheben.