Eigentlich sollte spätestens im Sommer 2026 ein Haken hinter das Mammutprojekt am Spreeufer gemacht werden – aber daraus wird mal wieder nichts. Laut einem aktuellen Bericht des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung muss sich der Bundestag auf eine weitere Geduldsprobe einstellen: Neue Probleme an der Entrauchungsanlage, konkret Fehlfunktionen beim Sicherheitssystem, zwingen die Verantwortlichen zu Nacharbeiten und erneuten Tests. Speziell vor der endgültigen Abnahme durch Sachverständige liegt hier noch einiges im Argen. Übergabe und der erste Teilbetrieb sind laut Plan jetzt erst gegen Ende des Jahres realistisch. Zugegeben, bei Bauprojekten dieser Größenordnung ist so eine Misere nicht ganz außergewöhnlich – dennoch ist die Frustration nachvollziehbar. Von ursprünglich 190 Millionen Euro Kosten spricht ohnehin längst niemand mehr, inzwischen kratzt man an der halben Milliarde. Übrigens: Gestartet wurde das Ganze bereits vor stolzen 14 Jahren – so viel zur deutschen Baukunst an Schaltzentralen der Macht.
Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, ein zentrales Parlamentsgebäude in Berlin, erlebt eine weitere Verzögerung in seinem langjährigen Erweiterungsprojekt. Ursprünglich war eine Eröffnung für Juli 2026 geplant, doch infolge technischer Probleme – insbesondere bei der sicherheitsrelevanten Entrauchungsanlage – verschiebt sich die Fertigstellung nun mindestens ins vierte Quartal. Die Kosten stiegen im Laufe der Jahre von geplanten 190 Millionen auf derzeit über 450 Millionen Euro. Laut Berichten anderer Medien gab es wiederholt Zeitverzögerungen und Kostenexplosionen, besonders im Vergleich zu anderen Großbauten in Deutschland. Der Bundestag sieht sich daher weiteren infrastrukturellen Herausforderungen gegenüber, bevor das Parlament die neuen Räume nutzen kann. Neben technischen Rückschlägen gibt es auch Kritik an der Bauorganisation sowie an mangelnder Transparenz bei der Kostenentwicklung. Ein Abschluss des Projekts scheint weiterhin ungewiss, immer wieder werden neue technische und planerische Hürden bekannt.