Schlafen – klingt einfach, ist es aber anscheinend nicht für viele Frauen zwischen Ostsee und Alpenrand. Ausgerechnet zum Tag des Schlafes am 21. Juni veröffentlicht Pure Encapsulations® mit Unterstützung von YouGov eine neue Studie: Fast 60 % der befragten Frauen erleben regelmäßig das Gefühl, morgens schlicht nicht ausgeschlafen zu sein. Die Mehrheit bewertet ihren Schlaf sogar als durchweg mangelhaft. Und es geht ums Ganze – immerhin gestehen 41 % ein, dass ihr täglicher Trott ihnen kaum Zeit für einen ordentlichen Schlaf gönnt. Kein Wunder also, dass Erschöpfung im Alltag so präsent scheint.
Die Zahlen aus dem repräsentativen Datenkuchen – 1.050 Frauen zwischen 18 und 65 Jahren – zeigen: Tiefenentspannung als Standard? Fehlanzeige! 43 % merken, dass ihr Tagesgeschehen keine Lücke für Erholung lässt; fast ebensoviele sehen sich bei der Nachtruhe zu sehr eingeschränkt. Das Ergebnis: Knapp zwei Drittel der Frauen, vor allem in der Lebensmitte, wachen ohne echte Erholung auf. Ziemlich bezeichnend für unsere Zeit, finde ich.
"Ohne guten Schlaf geht gar nichts, wenn es um körperliche und mentale Balance geht. Dass mehr als die Hälfte der Befragten ihre Nächte als wenig regenerativ oder sogar schlicht schlimm empfindet, sollte aufhorchen lassen. Schlafmangel ist eben nichts, was Frau mal eben abhaken kann", sagt Tina Werner, wissenschaftliche Leiterin von Pure Encapsulations®.
Stress, Angst und alles, was drückt
Der Übeltäter Nummer eins: Stress – gefolgt von Ängsten. Über jede zweite Frau nennt diese beiden Faktoren als Schlafräuber. Aber auch chronische Erkrankungen (39 %) und finanzielle Unsicherheiten (33 %) drücken aufs Gemüt. Besonders bemerkenswert: 38 % geben an, dass hormonelle Schwankungen, zum Beispiel rund um PMS oder in den Wechseljahren, ihren Schlaf ordentlich durcheinanderbringen.
Jenseits der Dreißig wird’s fast schon dramatisch
Gerade Frauen von 35 bis 54 Jahren stecken in einer Art Erschöpfungsschleife: 65 % dieser Altersgruppe berichten von regelmäßigem Schlappheitsgefühl morgens, 63 % bemängeln ihre Schlafqualität deutlich. Gerade berufliche und familiale Belastungen, manchmal beides zusammen, spielen hier wohl eine Rolle. Wie man das ändern könnte? Tja, das bleibt wohl die schwierige Frage.
Müdigkeit wird oft kleingeredet
Ein weiteres Problem: Das Umfeld, manchmal auch das Gesundheitssystem, nimmt das Thema nicht immer ernst. 69 % der Frauen haben das Gefühl, ihre Schlafprobleme würden abgetan; jede zweite macht die Erfahrung, dass Müdigkeit als „normal“ abgetan wird. Und selbst nach dem Arztbesuch bleibt fast die Hälfte mit dem Gefühl zurück, nicht wirklich ernst genommen worden zu sein. Das macht es nicht leichter.
"Bei Schlafproblemen müssen alle möglichen Ursachen gecheckt werden – von Stress bis zum Mikronährstoff-Status," so Tina Werner. Der Tipp: Beschwerden besser offen ansprechen und nicht als belanglose Alltagsprobleme abtun.
Die Erhebung lief online im April 2026, 1.050 Frauen aus ganz Deutschland im Alter von 18 bis 65 Jahren waren dabei. Die Daten sind nach Region und Alter gewichtet und sollen repräsentativ für die weibliche Bevölkerung sein.
Hintergrund zu Promedico
Die Firma Promedico aus Graz verantwortet seit über drei Jahrzehnten die Markenstrategie für Pure Encapsulations® im deutschsprachigen Raum. Seit 2022 gehört sie zu Nestlé und steuert seither u. a. die Markteinführung neuer Mikronährstoffprodukte in Deutschland und Österreich.
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Viele Frauen leiden in Deutschland weiterhin unter schlechtem Schlaf: Die befragten Frauen gaben an, sich morgens selten ausgeruht zu fühlen. Hauptgründe sind Stress, finanzielle Unsicherheit und hormonelle Veränderungen, wobei besonders Frauen in mittleren Jahren betroffen sind. Die Reaktion von Gesellschaft und Medizin ist oft zurückhaltend, das Problem wird häufig nicht ernst genommen, wie aus der Studie deutlich wird. Aktuelle Berichte spiegeln den Trend wider: Sowohl medizinische Fachportale als auch gesellschaftspolitische Diskussionen zeigen, dass Schlafmangel bei Frauen mit Beruf, Familie und gesellschaftlichen Erwartungen kollidiert. Die oft unterschätzte Auswirkung unzureichenden Schlafs reicht dabei von mentalem Unwohlsein bis zu physischen Problemen wie geschwächtem Immunsystem oder langfristigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Erste Initiativen aus Politik und Forschung fordern inzwischen gezielte Präventionsangebote, beispielsweise Aufklärung über Schlafhygiene, flexible Arbeitszeiten und niederschwelligere medizinische Beratungen – aber die strukturelle Umsetzung bleibt bislang lückenhaft.