Wall Street schwächelt, Rohöl Brent überspringt 115 Dollar-Marke

Ein eher durchwachsener Donners­tag an der Wall Street: Während Tech-Aktien besonders bluten, zieht der Brent-Ölpreis weiter an – und überschreitet die Grenze von 115 Dollar je Fass.

29.10.26 21:49 Uhr | 7 mal gelesen

Rutsch an der Wall Street – Brent bleibt im Aufwind

Am Donnerstag mussten Anleger in New York einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Der Dow Jones zeigte sich zum Handelsschluss schwächer, landete bei 52.343 Punkten und sackte um 0,3 Prozent ab.

Technologieaktien schwächeln merklich

Ein Blick auf den S&P 500 verrät: Auch hier ging es leicht bergab, am Ende fehlten etwa 0,3 Prozent. Besonders deutlich erwischte es jedoch Tech-Werte – der Nasdaq 100 rauschte um satte 1,4 Prozent nach unten. Ein echtes Schlagloch für die Technologieriesen.

Euro holt leicht auf

Auch auf dem Währungsparkett gab es kleinere Ausschläge: Der Euro stabilisierte sich leicht und notierte am Abend bei 1,1169 gegenüber dem US-Dollar – zumindest ein Hauch von Rückenwind.

Goldpreis mit leichter Talfahrt

Für Gold ging es an diesem Handelstag ebenfalls nach unten: Rund 4.026 Dollar je Feinunze bedeuteten ein Minus von 0,6 Prozent. Das entspricht 115,90 Euro pro Gramm – weniger glänzend als an den Tagen zuvor.

Rohöl verteuert sich spürbar

Ganz anders die Lage beim Öl. Für ein Barrel Brent wurden am späten Abend mit 115,80 US-Dollar gezahlt – das ist ein Plus von rund 0,4 Prozent im Tagesvergleich und ein beachtlicher Sprung seit Beginn des Iran-Konflikts. Die Märkte schwanken hin und her: Moderater Rückgang bei Dow Jones und S&P 500, aber ein ordentlicher Rutsch bei der Nasdaq. Interessant: Der teure Ölpreis hat nicht nur Auswirkungen auf Unternehmen, die stark vom Energieverbrauch abhängen. Auch Privatleute und die Inflation kriegen die Preiswelle zu spüren – und das nicht zuletzt, weil der Anstieg von unter 72 Dollar seit Februar ziemlich steil war.

Zielkonflikt der Notenbanken und das Dilemma der Anleger

Für Notenbanken wie die Fed entsteht ein Drahtseilakt: Auf der einen Seite werden Energie teurer und damit das Leben insgesamt – sprich Inflationsdruck macht sich bemerkbar. Auf der anderen Seite schwächere Aktienmärkte, die die Stimmung und Finanzierungsmöglichkeiten drücken können. Wer Geld anlegt, beobachtet deshalb gerade nervös die Preiskurve beim Öl, die Bewegungen auf dem Anleihemarkt und blickt gebannt auf die Zahlen der großen Tech-Konzerne.

US-Märkte im Griff wirtschaftlicher Unsicherheiten

Die leichten Rückgänge an amerikanischen Börsen spiegeln derzeit die Unsicherheit wider, die Anleger angesichts hartnäckiger Inflation und geopolitischer Spannungen empfinden. Während Öl noch knapper und teurer wird, rutschen Technologiewerte weiter ab – Analysten warnen vor einer anhaltenden Risikoaversion. Interessant ist, dass trotz der Volatilität beim Öl der Euro leicht zulegen kann und Investoren besonders genau auf die bevorstehenden Signale der Zentralbanken achten.

Aktuelle Entwicklungen aus ergänzender Recherche

Die Wall Street setzt laut "FAZ" auch am Freitag ihre volatile Entwicklung fort: Zwar halten sich die wichtigsten Indizes meist im Minus, doch die Anleger bleiben vorsichtig vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken und schwindender Zinssenkungsfantasien (Quelle: FAZ). Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet von einem überraschenden Rückgang neuer Arbeitslosenanträge in den USA, was Sorgen vor einer weiteren Zinsstraffung durch die Fed verstärken könnte (Quelle: Süddeutsche Zeitung). "Spiegel Online" verweist zudem auf die Unsicherheit im Techsektor: Besonders die Aktien großer Tech-Firmen wurden zuletzt abgestoßen – vor allem durch enttäuschende Prognosen und schwächere Quartalszahlen (Quelle: Spiegel Online).

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