Zehn Jahre Vanlife: Wie roadsurfer aus einer Idee einen Trend gemacht hat

Vor zehn Jahren begann roadsurfer mit gerade einmal 25 Camp-Bullis in drei deutschen Städten. Inzwischen ist daraus ein internationaler Player geworden, der mit 10.000 rollenden Mini-Zuhause Orte und Menschen verbindet – von quietschbunten Fahrzeugen bis hin zu einer richtigen Outdoor-Community. roadsurfer steht für den Wandel: Campen ist planbarer geworden, aber den Spirit von Abenteuer und Freiheit hat das Unternehmen nie aus dem Blick verloren.

heute 14:00 Uhr | 2 mal gelesen

Ein Jahrzehnt roadsurfer – das klingt so knackig, wie es ist. Die Gründer:innen erinnern sich: 2016 war Camping für viele vor allem Nostalgie, ein bisschen Aussteigertrend, maximal der große Gegenpol zur Pauschalreise. Wer dann doch loszog, musste improvisieren. roadsurfer hat das Spiel verändert: Zuerst zogen sie kleine Kreise in München, Hamburg und Frankfurt, heute surfen ihre Vans quer über Kontinente. Zwischen 2016 und 2022 wuchs die Flotte rasant, wurde beinahe Jahr für Jahr verdoppelt – und dann kam der große Sprung. 10.000 Fahrzeuge, 1000 Mitarbeitende, globale Expansion: Frankreich, dann weiter bis in die USA. 420.000 Kund:innen haben bislang mit roadsurfer die Sache mit dem Unterwegssein wörtlich genommen.

Das neue Vanlife: Vom Revoluzzer zum Alltag

Glaubt man den Datenspuren, die Camper hinterlassen, dann ist das Leben auf Rädern ganz schön bürgerlich geworden. Wo früher Kurzentschlossene spontan den Schlüssel drehten, planen viele jetzt gründlich voraus – durchschnittlich rund 110 Tage Vorlauf 2026. Überraschend? Nicht wirklich, angesichts steigender Reiselust, Preise und Konkurrenz um gute Campingplätze. Was roadsurfer besonders freut: Der Kern bleibt vielfältig. Mal Familien mit Kindern und Hund, mal Bestager auf der Suche nach zweiten Lebensträumen, manchmal auch einfach Freundesgruppen – alle steigen sie, wenn auch mit unterschiedlichem Van-Geschmack, ins rollende Zuhause.

Ziele und Preise im Wandel

Ein bisschen Statistik gefällig? Die Nummer 1 bleibt der DACH-Raum, dicht gefolgt von Italien, Spanien und Portugal. Die faustdicke Überraschung: Nordamerika wächst immens, besonders stark bei US-Kund:innen, denen das europäische Van-Konzept zusagt. Preislich dagegen wenig Krawall: roadsurfer hält seine Hochsaisontarife stabil, trotz teurer werdender Pauschalangebote anderswo. Irgendwie wirkt Camper-Urlaub dadurch auch wie ein kleines trotziges Statement gegen das Preiskarussell der Branche: keine fiese Überraschung beim Kostenschock.

Blick nach vorn

Das Unternehmen schielt weniger auf Wachstum um jeden Preis (was, mal ehrlich, angenehm klingt) und mehr auf bessere Services und Qualität. Und der ursprüngliche roadsurfer-Geist? Der lebt noch: weniger Mainstream, mehr Abenteuer, viel Community – so das Versprechen der Gründer, die nach wie vor persönlich an Bord sind.

roadsurfer feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einer bemerkenswerten Entwicklung: Ein Start mit 25 Campervans wuchs zu einer Flotte von 10.000, verteilt auf 100 Standorte in 16 Ländern. Die Firma hat nicht nur das Image des Camperurlaubs frisiert, sondern auch Reisegewohnheiten geprägt, indem sie Individualität und Flexibilität ins Zentrum rückt und dabei neue Zielgruppen – von Familien bis Solo-Traveller – begeistern konnte. Markant ist der Erfolg in Nordamerika, wo der europäische Ansatz auf große Nachfrage stößt, während die Preise trotz steigender Hotel- und Flugkosten konstant bleiben. Laut aktuellen Medienberichten erlebt der Campermarkt generell einen stabilen Aufwärtstrend: Die Süddeutsche beschreibt, dass Vanlife nach der Pandemie nicht abgeflaut, sondern alltäglicher geworden ist – und obwohl sich die Preise europaweit erhöhen, erzielt roadsurfer mit seiner jungen Kundschaft weiterhin beachtliche Buchungszahlen. Der Spiegel hebt die Herausforderungen des europaweiten Campingbooms hervor: Die Branche kämpft mit Platzmangel und Infrastrukturproblemen, roadsurfer begegnet dem durch innovative Buchungssysteme und Serviceangebote. Zeit Online beobachtet, dass Anbieter wie roadsurfer Digitalisierung und vernetzte Community-Konzepte nutzen, um weit mehr als Vermietung zu bieten – eine Art neues Lebensgefühl für unterwegs.

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