Zwischen Wildnis und Verantwortung: Das neue digitale Magazin von Matto Barfuss

Manchmal reicht ein kurzer Augenblick, eine unerwartete Begegnung mit einem wilden Tier – und plötzlich scheint die Trennung zwischen Mensch und Natur aufgehoben. Für Matto Barfuss, leidenschaftlicher Künstler und Chronist afrikanischer Wildnis, sind diese Momente mehr als schöne Schnappschüsse: Sie fordern uns heraus, über unsere Verantwortung nachzudenken. Sein neues Magazin geht diesem Gedanken multimedial auf den Grund.

heute 11:11 Uhr | 2 mal gelesen

Im Oktober 2026 erscheint die neue Ausgabe des Magazins G (zur Ausgabe) von Matto Barfuss, einem Mann, dem Tierbegegnungen im afrikanischen Busch zum Lebenselixier geworden sind. Diesmal, vollkommen digital, kostenfrei und interaktiv – mit Bild, Video, persönlichen Geschichten und jeder Menge authentischer Wildnis. Mehr als 80 Seiten, durchmischt mit Musik, Gemälden, Kritik, Selbstzweifel und Pointen, geben einen tiefen Einblick in Barfuss’ jahrzehntelanges Schaffen zwischen Kunst, Film und Naturschutz.

Seit 2004 gibt es die Zeitschrift G, doch mit dem Schwenk ins interaktive Medium 2024 bekam sie einen völlig neuen Sound. Für 2026 hat Barfuss noch mehr gewagt: Die Grenzen zwischen den Künsten verschwimmen, Erlebtes aus über 30 Jahren Wildtierarbeit geht nahtlos in filmische Miniaturen und Hintergrundinfos über den Wandel afrikanischer Landschaften über.

Knapp dreißig Jahre durchstreift Barfuss bereits den afrikanischen Kontinent – mit Geduld, manchmal mit wundgesessenen Hosen und glänzenden Augen. Von Geparden in der Serengeti bis hin zu Löwen, menschengroßen Berggorillas oder dem überraschenden Alltagsleben von Erdmännchen. Aus diesen Treffen entstanden nicht nur Gemälde, Bücher oder Filme, sondern oft auch neue Fragen: Zum Beispiel, wie lange es diese Tiere überhaupt noch geben wird? Barfuss’ Credo wirkt fast wie ein Weckruf: Schönheit reicht nicht. Man muss die Geschichten hinter den Bildern begreifen und begreiflich machen.

2025 ging Barfuss noch einen Schritt weiter und gründete eine eigene Stiftung, mit dem Ziel, seine künstlerische Arbeit enger mit praktischem Artenschutz zu verknüpfen. In Botswana kam zusätzlich ein Conservation Trust hinzu. Besonderes Gewicht legt das Team aktuell auf Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche – teils in der Schweiz, teils im südlichen Afrika. so etwa, wenn anhand von Schwalben sichtbar wird, dass europäische und afrikanische Lebensräume eng ineinander verzahnt sind. Der Schutz der Artenvielfalt wird damit zu einer länderübergreifenden, gemeinsamen Aufgabe.

Ein interessantes Detail: In Botswana wurde unlängst ein eigenes Lehrbuch zur Tierwelt in rund 55.000 Exemplaren kostenlos verteilt, um schon bei Grundschulkindern das Bewusstsein für den Naturschutz zu schärfen. Und was viele vielleicht gar nicht wissen: Im September 2026 startete Barfuss zudem einen eigenen YouTube-Kanal, wo nicht nur imposante Wildtracks, sondern auch Making-of-Clips und ziemlich ehrliche Momente aus dem Alltag eines Wildlife-Filmemachers veröffentlicht werden (Matto Barfuss Foundation Channel).

Filme, sagt Barfuss, können Erinnerungen sichern – entscheidend ist aber das, was daraus erwächst: Ein Engagement für den Erhalt der Vielfalt, für die Tiere und ihre kaum noch intakten Lebensräume. Das aktuelle Magazin begreift sich deshalb als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Kunst und Naturschutz. Und es bleibt kostenfrei – vielleicht, damit möglichst viele diesen Funken Verantwortung spüren.

Weitere Informationen und Zugang zum Magazin gibt es hier: Magazin G 2026.

Das neue interaktive Magazin von Matto Barfuss bündelt seine Erfahrungen als Künstler, Wildlife-Filmer und Artenschützer und öffnet sein beeindruckendes Archiv für die Öffentlichkeit. Die Ausgabe 2026 zielt darauf ab, die Grenzen zwischen künstlerischem Ausdruck und dokumentarischem Naturschutz weiter aufzuweichen; dabei arbeiten Barfuss' Stiftung und Trust verstärkt mit Bildungsprojekten – etwa durch die Verteilung von Schulbüchern oder die Vermittlung globaler Zusammenhänge anhand von Zugvögeln. Neu ist auch der Foundation Channel auf YouTube, der den Austausch und die Sensibilisierung für den Schutz der Artenvielfalt fördert und facettenreiche Einblicke in jahrzehntelange Tierbeobachtung gewährt.

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