Köln stand erneut für einen Abend im Zentrum filmischer Exzellenz: Der 36. Deutsche Kamerapreis bot Anlass, Menschen zu feiern, die normalerweise hinter der Kamera stehen – und doch mit ihren Bildern und Schnitten die Seele eines Films formen. Geschäftsführer Walter Demonte brachte es direkt auf den Punkt: Wir brauchen mehr als Technik, wir brauchen Bilder, die uns nicht mehr loslassen. Dieses Mal zeigte sich die Jury angetan vom Facettenreichtum und der Intensität der ausgezeichneten Werke. In den Kategorien Fiktion Kino und Fiktion Screen fiel die Wahl auf Fabian Gamper und den legendären Frank Griebe. Letzterer, bereits dreimal prämiert, erschuf mit "Delicious" in Stein gemeißelte, zugleich beängstigende Bildwelten, bei denen sich Schönheit und subtile Angst begegnen. Überraschungen gab es auch bei den Editorinnen und Editoren: Anna Nekarda überzeugte mit dem Schnitt von "Die Nichte des Polizisten" – ein Fernsehdrama, das insbesondere durch seine fesselnde Montage unter die Haut ging. Und dann ist da noch der Ehrenpreis, der an Torsten Breuer verliehen wurde: Musikliebhaber, Kameragenie und Maler. Seine Bilder tragen moderne Kinogeschichten seit Jahrzehnten. Neben etablierten Namen glänzten auch Newcomer wie Yunus Çağ Köylü für den visuellen Trip "Lonig & Havendel" und das Tempo-Duo Catharina Lott und Jonas Riedinger für den Schnitt von "Run Me Wild". Ein Abend, der zeigte: Das Unsichtbare hinter der Kamera ist eigentlich das, was bleibt.
Der 36. Deutsche Kamerapreis in Köln ehrte insgesamt 14 Filmschaffende für herausragende Leistungen in Bildgestaltung und Schnitt – darunter zwei Nachwuchstalente. Der Ehrenpreis des Jahres ging an Torsten Breuer, einen der prägenden Kameramänner des modernen deutschen Films, dessen Vielseitigkeit und technisches Können ein wichtiges Vermächtnis hinterlassen. Die Preisverleihung unterstrich außerdem einmal mehr, wie essenziell die oft unsichtbare Arbeit hinter der Kamera für die Wirkung und Atmosphäre eines Films ist.
Recherche-Ergänzung: Die aktuelle Berichterstattung hebt hervor, dass in diesem Jahr eine bemerkenswerte Anzahl von Frauen unter den Preisträgern ist, was für mehr Diversität in der Branche spricht. Außerdem liegt der Fokus vieler Arbeiten auf gesellschaftlich relevanten, oft politisch aktuellen Themen, etwa Migration, Identität und Inklusion. Der Deutsche Kamerapreis entwickelt sich immer mehr zu einem Seismographen für Entwicklungen in der Filmindustrie: So wurde etwa in mehreren großen Zeitungen darauf hingewiesen, dass Streamingdienste wie Netflix mit innovativen Produktionen und frischen Erzählstilen eine neue Generation von Kameraleuten und Editor:innen hervorbringen.