Trump meldet dreitägigen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg

Nachdem sowohl der russische Präsident Putin als auch die Ukraine zeitlich begrenzte Waffenruhen ankündigten, legt US-Präsident Donald Trump selbst mit einer unerwarteten Meldung nach.

heute 21:09 Uhr | 2 mal gelesen

Putin hatte einen kurzfristigen Waffenstillstand rund um den 9. Mai ins Gespräch gebracht, die Ukraine wiederum forderte schon ab 6. Mai einen unbefristeten Frieden. Jetzt klinkt sich Donald Trump in dieses fragile Hin und Her ein: Auf seinem Social-Media-Kanal verkündete er einen dreitägigen Waffenstillstand für den 9. bis 11. Mai – inklusive Gefangenenaustausch, jeweils 1.000 Personen auf beiden Seiten. Der ukrainische Staatschef Selenskyj bestätigte die Vereinbarung und betonte die Anstrengungen, möglichst viele eigene Landsleute heimzuholen. Er habe mittlerweile sein Team mit der Vorbereitung des Austauschs beauftragt. Kurios: Der Terminrahmen fällt teils auf Gedenkfeiern zum Ende des 2. Weltkriegs, was eigentlich Hoffnung geben sollte – doch schon im Vorfeld gab es gegenseitige Vorwürfe zu Waffenstillstandsbrüchen. Russland berichtete von zahlreichen Drohnenangriffen nahe Moskau und sprach von über 1.000 Verstößen, während die Ukraine weiterhin russische Angriffe beklagte. Das Grundmisstrauen bleibt. Kann diese Feuerpause wirklich halten? Schwer zu sagen – zu oft sind Zusagen der Konfliktparteien kläglich verpufft.

Die temporäre Feuerpause im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, vermittelt unter Einbindung Donald Trumps, wirkt wie ein Hoffnungsschimmer – zumindest auf den ersten Blick. Dennoch bleibt Skepsis angebracht: Nicht nur, weil sich beide Seiten bereits gegenseitig vor dem offiziellen Beginn Regelverstöße vorwerfen, sondern auch, weil frühere Abmachungen vielfach keine nachhaltige Beruhigung brachten. Zudem berichten Medien, dass zahlreiche Zivilisten weiterhin unter den anhaltenden Kämpfen leiden; westliche Analysten äußern Zweifel, ob die Waffenruhe längerfristig Bestand haben kann. Laut aktuellen Berichten aus der Süddeutschen Zeitung konzentrieren sich die Kämpfe im Osten der Ukraine, doch auch politisch behindern Misstrauen und strategische Interessen einen dauerhaften Frieden (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Bei Spiegel Online rücken zudem die Versuche internationaler Vermittler ins Zentrum – deren Einfluss bleibt begrenzt (Quelle: Spiegel Online). Die taz beleuchtet, wie eine Waffenruhe insbesondere für Familien von Kriegsgefangenen kurzfristig Erleichterung bringen, jedoch keinen fundamentalen Wandel schaffen kann (Quelle: taz).

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