US-Börsen steigen an – Goldpreis erreicht neues Hoch

Am Donnerstag legten die US-Börsen einen soliden Sprung hin. Der Handelstag in New York schloss für den Dow Jones bei 49.384 Zählern – ein Zugewinn von 0,6 Prozent. Auch S&P 500 und Nasdaq 100 beendeten den Tag in freundlicher Stimmung.

22.01.26 22:32 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal bewegen sich die Märkte wie ein unruhiger Fluss – mal stärker, mal schwächer. Diesmal ging es jedoch für die Wall Street nach oben: Ein spürbares Plus beim Dow, aber auch der S&P 500 (etwas unscheinbar bei rund 6.913 Punkten) und die technologielastige Nasdaq 100 (ca. 25.518) konnten um 0,6 bis 0,8 Prozent zulegen. Vielleicht war es das Aufatmen nach Donald Trumps jüngstem Aussagen: Auf seiner Social-Media-Seite verkündete er nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, dass es nun einen groben Plan für ein Abkommen bezüglich Grönlands Rolle gibt. Die Details – noch im Nebel. Insbesondere, weil angeblich Teile Grönlands für US-Militärzwecke „freigemacht“ werden könnten. Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen wiegelte ab: Wirklich Einblick in die Gespräche habe er nicht. Auch Dänemarks Premierministerin Frederiksen sieht in Souveränitätsfragen eine klare Grenze – ihre rote Linie, wie sie betont.\n Abseits der Politbühne: Der Euro war zum Dollar ein Stück kräftiger, stieg auf 1,1750 US-Dollar – was nicht immer Selbstverständlichkeit ist. Gold, in Krisenzeiten gerne als Rettungsanker gesucht, preschte nach vorne: Für eine Feinunze laut Abendstand knapp 4.920 US-Dollar (rund 134,62 Euro pro Gramm). Witzig eigentlich, dass Gold ausgerechnet vor dem Wochenende oft so gefragt erscheint. Gleichzeitig bewegte sich Öl in die Gegenrichtung, ein Fass Brent rutschte auf 64,05 US-Dollar ab.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte konnten am Donnerstag deutlich zulegen – vor allem aufgrund positiver Wirtschaftssignale und der Hoffnung auf stabile internationale Beziehungen infolge der jüngsten politischen Entwicklungen. Der Goldpreis profitierte gleich doppelt: Einerseits von der Unsicherheit über das tatsächliche Ergebnis der Grönland-Verhandlungen, andererseits von weiterhin bestehenden Inflationsängsten, die Gold traditionell als „sicherer Hafen“ attraktiver machen. Öl hingegen wurde von neuen Angebotsdaten und Konjunktursorgen ausgebremst, während der Euro gegenüber dem US-Dollar eine kleine Stärkung verzeichnen konnte. Laut aktuellen Berichten tendieren Anleger momentan dazu, Unsicherheiten eher mit Wertpapieren und Gold zu begegnen, wohingegen Rohölpreise unter Druck geraten – auch aufgrund leicht rückläufiger Wirtschaftsausblicke für die kommenden Monate.

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