Der Internationale Währungsfonds sieht Paraguay auf einem bemerkenswerten Weg: Nach wiederholtem Durchleuchten des selbst entworfenen Veränderungsfahrplans öffnet sich die nächste Finanztranche – diesmal etwa 117 Millionen US-Dollar. Die paraguayische Wirtschaft stemmt sich laut IWF weiterhin standhaft gegen globale Krisen. Während das reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auch über 2026 hinaus als kräftig eingeschätzt wird, sieht der Fonds die Inflation im anvisierten Zielkorridor der Zentralbank und die Devisenreserven sicher über Solvenzmarken schwappen. Dennoch gibt’s auch Schattenseiten: Noch belasten höhere Importe die Außenbilanz, was sich – so die Hoffnung – mit neuen Exportgeschäften wieder ins Lot bringen könnte. Auch beim Haushalt bleibt Handlungsbedarf, aber das Defizitziel von 1,5 Prozent bis 2026 scheint in Reichweite. Finanztugend, besseres Steueraufkommen und straffere staatliche Organisation – das empfiehlt der IWF weiterhin. Parallel brodelt es in der Bevölkerung, denn Präsident Santiagos neoliberaler Reformdrang geht einher mit Verärgerung über Einschnitte, etwa bei der Rente. Neu angelegte Gelder dürfen mittlerweile in Bonds oder andere Finanzprodukte fließen, was die Bevölkerung nicht gerade jubeln lässt. Proteste von Gewerkschaften und Oppositionsparteien richten sich sowohl gegen diese Schritte als auch gegen lang bekannte Probleme: grassierende Korruption und soziale Kluften. Hinzu kommt das jüngst besiegelte, aber umstrittene Freihandelsabkommen zwischen Mercosur und der EU – auch hier sind viele Fragen offen und der Startschuss steht aus. Es bleibt also spannend, wie Paraguay zwischen Stabilitätshunger und gesellschaftlichem Widerstand seinen Kurs hält.
Der Internationale Währungsfonds bescheinigt Paraguay trotz weltweiter Unsicherheiten eine stabile Wirtschaftsentwicklung und gewährt daraufhin weitere Kredite, während das Land konsequent an einer umfassenden Reformagenda arbeitet. Die Haushaltspolitik, insbesondere die geplante Senkung des Defizits und die Reform des Rentensystems, stoßen jedoch weiterhin auf Widerstand innerhalb der Bevölkerung und werden von sozialen Gruppen und der Opposition kritisch begleitet; zu diesem Unmut tragen auch Befürchtungen bezüglich wachsender sozialer Ungleichheiten und Korruption bei. Ergänzend zu den wirtschaftlichen Entwicklungen ist zu beachten, dass das Freihandelsabkommen mit der EU innerhalb von Paraguay sowohl wirtschaftliche Hoffnungen als auch Bedenken auslöst, da unklar bleibt, inwieweit es Sozialstandards und lokale Branchen beeinflussen wird. **Weitere Details**: Laut der aktuellen Berichterstattung wächst das Misstrauen vieler Paraguayer gegenüber den Reformen, da Erfahrungen aus der Vergangenheit bei vergleichbaren Privatisierungen (z.B. Rentenfonds in Chile) eher negative Folgen wie Altersarmut hervorgebracht haben. Präsident Peña beteuert, dass der Kurs Arbeitsplätze und Investitionen sichern soll; die Opposition befürchtet jedoch einen Ausverkauf nationaler Interessen. Auch Menschenrechtsorganisationen warnen vor einem zunehmenden Auseinanderdriften der Gesellschaft, da ländliche Regionen sowie indigene Gruppen bei Investitionsoffensiven oft ins Hintertreffen geraten.