AS Rom ringt Stuttgart nieder: Pisilli glänzt mit Doppelpack

AS Rom hat sich trotz drückender Überlegenheit des VfB Stuttgart im Europa-League-Gruppenspiel im eigenen Stadion durchgesetzt – dank eines mutigen Auftritts von Niccolo Pisilli, der gleich doppelt traf und so die Träume der Gäste jäh dämpfte.

22.01.26 23:04 Uhr | 54 mal gelesen

Wenn man ehrlich ist, hat der Ball über weite Strecken mehr die Schuhe der Schwaben als der Römer geküsst. Stuttgart kombinierte gepflegt, tauchte ein ums andere Mal gefährlich im Strafraum der Hausherren auf – meist, ohne Fortuna auf seiner Seite zu wissen. Ganz anders die Roma: In der 40. Minute spielt im Mittelfeld jemand einen dieser cleveren, aber irgendwie unspektakulären Pässe, wie sie im italienischen Fußball schon fast zum guten Ton gehören. Niccolo Pisilli sprüht vor Selbstbewusstsein, setzt sich robust gegen die Defensive durch und bezwingt Nübel trocken zum 1:0. Chancenverwertung, die fast zur Karikatur wird. Nach der Pause: ein ähnliches Bild. Die Stuttgarter rennen, probieren, brechen sich die Zähne an Svilar im Tor – oder an den eigenen Nerven. Und als alle alles nach vorne werfen (man kennt das ja: letzter Akt, alle Mann nach vorn), schlägt die Roma eiskalt mit einem Konter zu: Pisilli wieder, Nachspielzeit, Deckel drauf. Irgendwie tragisch, irgendwie typisch Fußball.

Der Sieg der AS Rom gegen den VfB Stuttgart verdeutlicht das alte Dilemma: Fußballspiele werden im Strafraum entschieden, nicht am Mittelkreis. Trotz flotten Spiels und mutigem Anrennen scheiterten die Schwaben an ihrer Chancenverwertung – und an einem Roma-Team, das abwartend lauerte und dann gnadenlos zuschlug. Pisilli bleibt der Mann des Abends, dessen Coolness vielen Stuttgartern gefehlt hat. Interessanterweise berichten mehrere Medien nach dem Spiel übereinstimmend von der nervlichen Anspannung beider Mannschaften, wobei gerade vor der Pause viel Hektik herrschte. Die Trainer äußerten im Anschluss, sie hätten beide gezittert – und, dass es aus ihrer Sicht andersherum hätte ausgehen können. Darüber hinaus gibt es in den sozialen Netzwerken Kritik an Schiedsrichterentscheidungen während der Partie, wobei viele Fans die VAR-Eingriffe als zu zögerlich empfanden. Stuttgarts Coach betonte, das Team müsse „noch cleverer werden“ vor dem Tor, während Roms Trainer stolz auf die Effizienz seiner jungen Mannschaft verwies.

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